Neuenkirchen

Leerstehendes Haus niedergebrannt 

Als Wehrführer Frank Richter um 4.30 Uhr am Sonnabendmorgen zum Einsatz gerufen wird, kann er vom Feuer nichts erkennen. Erst bei genauem Hinsehen entdeckt er das brennende Gebäude im Neuenkirchener Ortsteil Heuwisch, das komplett von Bäumen umgeben ist.

Zu retten gibt es aber nichts, nur das weiß er da noch nicht.

„Als wir ankamen, stand das leerstehende Haus schon im Vollbrand“, sagt Jan Meuter, Gruppenführer aus Neuenkirchen. Aus dem komplette Dachgeschoss der ehemaligen Schule in Heuwisch schlagen schon die Flammen. Zwischendurch knallt es immer wieder laut – die Eternitplatten bersten unter der großen Hitze. Im Dachgeschoss soll das Feuer auch ausgebrochen sein. Die zur Hilfe gerufenen Feuerwehren aus Neuenkirchen, Weddingstedt/Wesseln, Ostrohe und Stelle-Wittenwurth versuchen noch möglichst viel zu retten.

„Wir haben Glück mit dem Wind, denn es ist fast windstill“, beschreibt Meuter die Situation. Dadurch haben es die rund 50 Feuerwehrleute einfacher, ein in der Nähe stehendes Wohnhaus zu schützen. „Wenn wir kräftigen Südwestwind hätten, wäre die Lage eine andere“, so der Gruppenführer. Um die Flammen einzudämmen, müssen sich die Feuerwehrleute erst durch die vielen Bäume kämpfen. Von drei Seiten setzen sie Strahlrohre ein. Als das Feuer durchzündet, kommt ein Wasserwerfer zum Einsatz, damit Flammen und Funkenflug so weit eingedämmt werden wie möglich. „Auf einen Innenangriff mit Atemschutz haben wir verzichtet, weil das Feuer zu weit fortgeschritten war“, beschreibt Meuter das Vorgehen. Zudem ist das Haus seit mehr als zehn Jahren unbewohnt, Personen mussten nicht gerettet werden.

Am Ende können die Feuerwehrleute das Gebäude nicht retten, es brennt bis auf die Grundmauern nieder. Der Einsatz für die Wehren dauert mehrere Stunden und zieht sich bis in den Sonnabendvormittag hin.