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Legehuhn im Burger Fundbüro aufgetaucht

So mancher stutzte sicherlich am Mittwoch beim Lesen der Amtlichen Bekanntmachungen in unserer Zeitung: Das Amt Burg St. Michaelisdonn teilte mit, welche Dinge aktuell im Burger Fundbüro auf ihre Eigentümer warten. Dazu gehörte auch ein Huhn. 

Unter den fünf aufgezählten Posten konnte der geneigte Leser durchaus etwas Ungewöhnliches entdecken: Neben einem grau-schwarzen Kinderfahrrad, einem schwarz-orange-roten Mountainbike, einer schwarzen CD/DVD-Tasche sowie einem Schlüssel (allesamt durchaus Klassiker in Fundbüros) tauchte in der Auflistung auch ein lebendiges Fundstück auf: ein braunes Legehuhn nämlich. 

Das Tier war am Dienstag als gefunden gemeldet worden. Vorstellungen, es würde nun ein Huhn im Amtsgebäude herumflattern und den Mitarbeitern täglich frische Eier für die Frühstückspause liefern, kann Bärbel Krohn jedoch zerstreuen: „Das Huhn war nicht bei uns, sondern bei der Finderin geblieben, die selbst Züchterin ist. Sie hatte sich netterweise bereiterklärt, das Huhn vorerst zu betreuen“, sagte die Verwaltungsmitarbeiterin im Gespräch mit unserer Redaktion. Zwischenzeitlich hat sich der rechtmäßige Besitzer allerdings gemeldet. „Das Huhn ist also wohlbehalten wieder zuhause angekommen“, sagt Bärbel Krohn.

Übrigens seien tierische Funde nicht so selten, wie man vielleicht glaubt. „Das kommt schon gelegentlich vor. Meistens sind es dann aber Hunde oder Katzen.“ Diese verbringen die Wartezeit, bis sich Herrchen oder Frauchen hoffentlich melden, allerdings nicht im Fundbüro des Amtsgebäudes, so Krohn weiter: „Wir bringen sie üblicherweise in der Tierauffangstation in Hochdonn unter.“