Lieth aktualisiert

Lieth: Bombe erfolgreich entschärft

Die in Lieth gefundene Weltkriegsbombe wurde erfolgreich entschärft. Zuvor evakuierte die Polizei zahlreiche Anwohner der Gemeinde, die im Umkreis der Fundstelle wohnen. 

+++Wir sind in Lieth vor Ort und werden diesen Artikel im Laufe des Tages immer wieder mit den aktuellen Ereignissen aktualisieren+++

Wie geplant, startete um 14 Uhr die Entschärfung der Bombe. Eine halbe Stunde später war der Einsatz des Kampfmittelräumdienst wieder vorbei und die Gefahr gebannt. 

Hier unsere Vorberichte: 

Thomas Schulz ist Einsatzleiter der Polizei. Er koordiniert alle Evakuierungsmaßnahmen der Kräfte. Die Polizei wird beim Räumen des Gefahrenbereichs durch die Feuerwehr unterstützt. „Die Bombe hat einen Aufschlagszünder, keinen Säurezünder“, erklärt der Hauptkommissar. Dies mache die Entschärfung einfacher. Dafür wird das 250 Kilogramm Geschoss zunächst auf einen Bock gehoben, und dann vom Sprengmeister entschärft, indem der Zünder entnommen wird. 

Die Dorfstraße in Lieth wurde am Vormittag für den Straßenverkehr gesperrt. Grund ist die Entschärfung einer Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg. Bis 13 Uhr müssen die Anwohner in einem Umkreis von 500 Metern um die Fundstelle ihre Häuser verlassen. Die Evakuierten werden im Seniorenheim Kohlsaat sowie in der Gaststätte Alte Schule untergebracht. In unserem Video ist zu sehen, wie die Anwohner die Dorfstraße verlassen und sich auf den Weg in Richtung der Unterkünfte machen. 

Um 14 Uhr will der Kampfmittelräumdienst mit der Entschärfung beginnen. Dann ertönt ein lautes Signal, das nach dem Vorgang wieder zu hören sein soll. 

Im Gerätehaus der Feuerwehr läuft aktuell die Lagebesprechung für den Einsatz. Unter anderem sind 30 Mitglieder der Feuerwehr Hemmingstedt-Lieth im Einsatz. An der Besprechung nehmen unter anderem Vertreter von Feuerwehr, Polizei, Amt Heider Umland und der Raffinerie teil. 

Das Geschoss befindet sich unter einem unbefestigten Weg, der direkt an einem Drahtzaun neben der Raffinerie verläuft und von vielen Bürgern als beliebte Spazierstrecke genutzt wird. Niemand hat geahnt, dass in mehreren Metern Tiefe ein gefährliches Überbleibsel der Luftangriffe auf die Erdölwerke schlummerte.