Burg

Lob und Kritik für neuen Zaun der Petri-Kita

Gut zwei Meter ist er hoch und aktuell zum Diskussionsthema im Ort und in den sozialen Netzwerken geworden: Der Zaun um das Grundstück der Petri-Kindertagesstätte. Von  „sinnvoll“ bis „wie bei einem Gefängnis“ ist bei den Kommentaren so ziemlich alles dabei.

Quasi über Nacht hatte das Kita-Werk der evangelischen Kirche den bereits vorhandenen Zaun mit einem Sichtschutz versehen lassen. Das Ergebnis: Nun kann man weder aus dem Baumgarten auf das Kindergartengelände schauen noch umgekehrt von dort auf den Park. „Das ist ja wie beim Hochsicherheitstrakt Guantanamo“, schrieb eine Burgerin bei Facebook, nachdem sie den neuen Zaun bei einem Bummel durch den Park entdeckt hatte. Bürgermeister Hartmut Bolling will sich über die optische Wirkung des neuen, zwei Meter hohen Sichtschutzes, lieber zurückhalten: „Ich war auch überrascht, als ich das Ding zum ersten Mal sah“, so der CDU-Mann. Als Eigentümerin der Immobilie und des Grundstückes sei die Gemeinde über die konkrete Aktion nicht vom Kita-Werk informiert worden.

Bolling kann sich schon vorstellen, warum der Zaun nun blickdicht ist: „Der Kindergarten liegt direkt am ZOB. Da sind manchmal schräge Typen unterwegs. Vor deren Blicken sind die Kinder jetzt geschützt.“ Ob es Fälle gab, in denen es zu Problemen gekommen war, kann der amtierende Dorfchef nichts sagen. „Zumindest sind mir keine bekannt.“ Eltern berichten jedoch von Fällen, in denen die spielenden Lütten durchaus angestarrt oder sogar angesprochen worden seien – oder sogar mit Süßigkeiten oder Geld an den Zaun gelockt wurden. 

Für den Zaun finden sich in Burg aber auch zahlreiche Fürsprecher. „Ein beruhigendes Gefühl, dass die Kleinen nun in Ruhe spielen können“, schreibt ein Vater auf Facebook. Während ein anderer formuliert: „Schade, dass heutzutage die Kinder eingesperrt werden müssen, um diese zu schützen. Früher wurden dazu die Bösewichte eingesperrt.“