Marne

Marnes magische Seite: Unterwegs mit Harry Potter

Wochenlang Sommerferien: Erst am 12. August beginnt die Schule wieder. Da bleibt viel Zeit, um zu Hause etwas zu unternehmen. Wir geben in loser Folge Tipps. Heute: ein Ausflug in die Welt der Zauberer und Hexen. 

Die Gnome machen keinen besonders freundlichen Eindruck: Sie sind klein, haben eine grün-graue Haut und einen feindseligen Gesichtsausdruck – und sie stehen auf den Parkplätzen direkt neben dem Marner Rathaus. 

Die kleinen Gestalten existieren natürlich nur auf dem Bildschirm meines Mobiltelefons. Sie sind Teil des Spiels Harry Potter Wizard Unite. Das wurde vor einigen Wochen veröffentlicht und soll es allen Fans des Zauberers Harry Potter ermöglichen, in dessen magische Welt einzutauchen. Dazu gibt es natürlich auch eine Rahmengeschichte: Überall auf der Welt erscheinen plötzlich magische Gegenstände und drohen, die Welt der Zauberer und Hexen gegenüber allen zu enthüllen, die nicht über übersinnliche Fähigkeiten verfügen. Als neue Rekruten einer speziellen Eingreiftruppe sollen die Spieler helfen, die Gegenstände zurückzubringen, gefährliche Gegner bezwingen, Zaubertränke zu brauen und dem Geheimnis hinter dem Phänomen auf die Schliche kommen.

Doch erst einmal heißt es, sich in der Welt der Magie zurechtzufinden. Die Gnome bewachen einen Helm eines Riesen und sind zum Glück mehr damit beschäftigt, sich gegenseitig zu nerven, als den nervösen Rekruten zu bemerken. Das Spiel gibt den Hinweis, mit welchem Zauberspruch der Helm zurück in die mystische Welt geschickt werden kann. Und da zu jedem Zauber auch die entsprechende Bewegung gehört, erscheint auf dem Bildschirm ein Muster. Aber so einfach ist es gar nicht, das mit dem Finger nachzuzeichnen. Schnell muss es gehen und genau soll es auch noch sein. Der erste Versuch wird mit „brauchbar“ beurteilt. Und tatsächlich schießt im nächsten Augenblick ein blauer Strahl auf die beiden Gnome zu. Die verdutzten Gestalten werden in Seifenblasen eingeschlossen und fliegen davon. Kurz danach ertönt ein leises „Plopp“, und der Helm ist zurück bei seinem Besitzer. 

Doch auf den Rekruten wartet die nächste Herausforderung. Auf der Landkarte, die Marnes magische Seite zeigt, erscheint ein weiterer Gegenstand, der nicht hierhin gehört – oder besser: ein Jemand. Ein Irrwicht, ein Wesen, das jedem anders erscheint, hat Harry Potters Freund Ron Weasley in die Marsch entführt. Doch auch dieses Problem ist schnell gelöst: Zwei Versuche, das Muster auf dem Bildschirm nachzuzeichnen und Ron Weasley ist zurück auf dem Weg zur Zaubererschule Hogwarts. Passt zwar eigentlich nicht zur Hintergrundgeschichte, in der seine Klassenkameraden Harry Potter und Hermine Granger schon für das Zaubereiministerium arbeiten, aber was solls.

Als kleine Boni tauchen auf der Karte geriebene Skarabäuskäfer auf, eine essenzielle Zutat für den Gripsschärfungstrank – und der kann ja nie schaden. Das Brauen erfordert aber etwas Zeit. Zwei Stunden muss der Exstimulo-Trank zum Beispiel im Hintergrund des Programms vor sich hin köcheln, bevor er im Kampf eingesetzt werden kann. Andere Tränke werden erst im Verlauf des Spiels freigeschaltet oder die notwendigen Zutaten sind noch nicht vorhanden. 

Jetzt aber erst einmal zum evangelischen Gemeindehaus. Das hat sich in der erweiterten Realität des Spiels in eine Festung verwandelt. Und dort warten nun verschiedene Aufgaben auf den Spieler, für die man das Gebäude aber nicht extra betreten muss. Schon die erste hat es in sich: Ein Todesser, einer der wirklich bösen Charaktere in der Harry-Potter-Welt, ist bereit zum Duell. Angriff – Verteidigung – Angriff. Es dauert eine Weile, bis der Todesser besiegt ist. Dafür gibt es Punkte und die nächste Ebene innerhalb der Festung wird freigeschaltet. Zur Stärkung geht es aber erst einmal zurück ans Rathaus. Das entpuppt sich in der magischen Welt als Gasthaus, das kostenlose Mahlzeiten für alle hungrigen Zauberer und Hexen anbietet. Leider nur virtuell versteht sich.