Heide

Mehrere Tausend Hunde leben in Heide und Umgebung

Am Donnerstag ist der internationale Tag des Hundes. An diesem Tag werden die einzigartigen Eigenschaften und Leistungen des besten Freundes des Menschen auf der ganzen Welt gewürdigt. In Heide und Umgebung gibt es mehrere 1000 Hundehalter, die diesen Tag mit ihrem Vierbeiner feiern könnten.

Der Welthundetag soll die Gelegenheit bieten, seinem tierischen Begleiter Zeit zu widmen. Kaum ein anderes Tier ist so eng mit der Kulturgeschichte des Menschen verbunden wie der Hund. Als Polizeihunde stellen sie ihren Geruchssinn in den Dienst der Verbrechensbekämpfung, Rettungshunde retten verschüttete Menschen, und Blindenhunde leihen ihren Herrchen den Sehsinn. Hütehunde helfen den Menschen dabei, Vieh zu treiben und zu hüten, und auch als Wachhunde leisten sie dem Menschen wertvolle Dienste.

In Heide sind rund 1180 Hunde angemeldet. In den Umlandgemeinden sind es insgesamt rund 3300. Ob groß, klein, dick oder dünn, Rasse- oder Mischlingshunde. Die Vierbeiner sind charakterlich und äußerlich so unterschiedlich und individuell wie ihre Herrchen. Die wiederum viel für ihre Begleiter ausgeben: Wer In Heide und Nordhastedt einen Hund halten möchte, muss am tiefsten ins Portmonaie greifen: Halter bezahlen dort für jeden erstangemeldeten Hund jährlich rund 120 Euro an Steuern. Am wenigsten kosten sie in Norderwöhrden. Dort beträgt die Hundesteuer gerade einmal zwölf Euro.

Jede weitere Fellnase im Haushalt kostet je nach Ortschaft etwas mehr. Am meisten müssen jedoch Halter für die sogenannten Kampfhunde bezahlen. Das sind Tiere, die vom Ordnungsamt als gefährlich eingestuft werden. Der Unterschied in den verschiedenen Gemeinden ist teilweise enorm: Bezahlt man beispielsweise in Hemmingstedt, Neuenkirchen und Ostrohe 400 Euro, sind es in Lohe-Rickelshof wegen der potenzielle Gefährdung sogar 800 Euro im Jahr. „Kommt es zu einem Vorfall, in dem der Hund zum Beispiel einen Menschen beißt, kann das Ordnungsamt den Hund als gefährlich einstufen und der Steuersatz steigt somit“, sagt Thomas Schröder vom Amt Heider-Umland.

Doch mit diesen Kosten allein ist es nicht getan. Durch die Leinenpflicht in Deutschland benötigt das Haustier eine Leine und ein Halsband, vielleicht sogar einen Maulkorb. Außerdem Futter sowie Arztbesuche, die auch regelmäßige Impfungen umfassen sollten. Die Haltung eines Hundes als Haustier kann also teuer werden. Und trotzdem ist der Vierbeiner, neben Katzen, das beliebteste Haustier der Deutschen.

Laut der Tierschutzorganisation Tasso, sind Mischlinge übrigens die am meisten vertretenden Hunde in deutschen Haushalten. Aktuelle Zahlen zeigen, dass allein im vergangenen Jahr rund 87 000 Promenadenmischungen registriert wurden – noch vor dem Labrador Retriever mit rund 20 000 und dem deutschen Schäferhund mit rund 13000 Registrierungen. Hündinnen tragen hier zu Lande am häufigsten den Namen Luna. Die meisten Rüden heißen Max, was sich laut den neuesten Registrierungen bei Tasso jedoch bald ändern könnte, denn der Name Balu sei seit 2018 der beliebteste deutsche Hundename.