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Gewalttat in Burg: Opfer soll erstickt sein

Der tote Mann, der in Burg gefunden wurde, ist erstickt. Dies teilt jetzt die Polizei mit. Das Obduktionsergebnis liegt jetzt vor. Die Hintergründe der Tat sind jedoch weiterhin unklar. 

Der Polizei liegt nun das Obduktionsergebnis der Hamburger Rechtsmedizin vor. Demnach sei der 47-Jährige an seinem Blut erstickt, teilt die Polizei mit. Der Körper des Mannes habe zudem einige Verletzungen aufgewiesen.

Wer sich in Burg umhört, dem begegnet tiefe Bestürzung ob der Gewalttat am Wochenende. „Sowas kennen wir nicht“, sagt ein Mann, der seinen Namen nicht in der Zeitung lesen will. Die Fassungslosigkeit sei zwar groß, dennoch atmeten viele auf, weil es bereits einen Verdächtigen gebe. 

Das sei ein außergewöhnlicher Fall. „Die Betroffenheit im Ort ist sehr groß, wir müssen nun aber erst einmal die Hintergründe abwarten“, sagt Bürgermeisterin Daniela Niebuhr (Burg Aktiv). 

Laut Polizei hatte die Lebenspartnerin des Mannes, der vor wenigen Jahren aus dem Rheinland nach Dithmarschen gezogen war, ihn in seiner Wohnung gefunden und danach die Polizei und Rettungskräfte gerufen. 

Nach derzeitigen Erkenntnissen habe es am Abend in der Wohnung des Opfers eine körperliche Auseinandersetzung gegeben, so die Polizei. Ob der Tod des 47-Jährigen im Zusammenhang mit dem Streit zu sehen ist, muss nun geklärt werden. Die Mordkommission und die Staatsanwaltschaft ermitteln wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge.

Laut Staatsanwaltschaft steht ein 55-Jähriger unter Tatverdacht. Ein Haftbefehl wurde gegen den Mann nicht erlassen, weil keine Fluchtgefahr bestehe. 

Das führt im Ort zu Unverständnis: „Es ist nicht nachvollziehbar, dass der Täter wieder auf freiem Fuß ist“, heiß es beispielsweise in einer Burg-Gruppe auf Facebook.

Egal, mit wem man auch spricht: Stets ist vor allem eines zu hören: dass keiner mit einer solchen Tat in Burg gerechnet hätte. „In Großstädten liest man so etwas ja nahezu täglich. Aber nun ist es direkt vor unserer Haustür in Burg geschehen“, sagt Horst Gauner, der eine Trauerkerze vor dem Haus an der Buchholzer Straße abgestellt hat. 

Bis in die Nacht hinein hatten am Sonnabend Beamte der Kriminalpolizei Spuren am Tatort gesichert und sich umgehört. Im Haus des Opfers sollen die Einsatzkräfte eine größere Summe Bargeld gefunden haben.