Meldorf

Morscher Baum stürzt auf Auto: Fahrer sieht Stadt in der Pflicht

Das ist gerade noch einmal gut gegangen: Vor Kurzem war der Meldorfer Jürgen Susa unterwegs auf der Straße An den Anlagen, als ein morscher Baum auf die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs krachte. Um Mitbürger zu warnen, wendet er sich nun an die Öffentlichkeit. 

Das ist gerade noch einmal gut gegangen: Vor Kurzem war der Meldorfer Jürgen Susa unterwegs auf der Straße An den Anlagen, als ein morscher Baum auf die Windschutzscheibe seines Fahrzeugs krachte. „Wenn dort Kinder gestanden hätten, hätte es vermutlich Tote gegeben“, sagt der 53-Jährige. Um Mitbürger zu warnen, wendet er sich nun an die Öffentlichkeit. 

Die Unfallstelle ist insofern sensibel, als dass sie direkt gegenüber der Gelehrtenschule liegt. In der Schulzeit halten sich dort zahlreiche Kinder auf, die auf Busse warten, die sie nach Hause bringen. Zum Zeitpunkt des Vorfalls waren noch keine Sommerferien, es hätte also durchaus Kinder treffen können. 

„Ich sehe mich in der moralischen Pflicht, auf dieses Thema aufmerksam zu machen“, sagt Jürgen Susa, selbst Vater zweier Kinder. Der Bankkaufmann aus Meldorf sieht bei dem Vorfall ganz klar die Stadt in der Pflicht. „Es darf nicht sein, dass ein offenbar morscher Baum einfach so auf die Straße fällt und Schaden verursacht. Er hätte längst gefällt werden müssen“, so Susa. Einzelteile des Baums liegen noch immer in der Straßenböschung gegenüber der Gelehrtenschule. 

Besonders störe sich Susa daran, dass die Gefahr an den Anlagen noch lange nicht gebannt sei. „In unmittelbarer Nähe zum umgestürzten Baum befinden sich zwei Birken ohne Geäst und Blätter. Dabei handelt es sich um Kurzwurzler, die als Nächstes auf die Fahrbahn stürzen könnten.“ Er würde schleunigst alles in Bewegung setzen, um die Bäume zu entfernen. Dieser Meinung ist offensichtlich auch Maike Prieß vom Bauhof: „Ich werde da so schnell wie möglich mal die Baumpfleger hinschicken. Leider sind solche gefährdeten Bäume für uns nicht immer ersichtlich.“ Nach dem Einschlag des Baums auf die Windschutzscheibe seines Autos alarmierte Susa sofort die Polizei. Diese nahm den Unfall zu Protokoll und bestätigte, dass die Stadt Meldorf in diesem Fall in der Pflicht sei. Durch den Einschlag des Baumes wurde nicht nur die Frontscheibe zerstört, sondern auch die Karosserie in Mitleidenschaft gezogen. Schadenshöhe: 5300 Euro. Hinzu kommen 950 Euro an Kosten für das Schadensgutachten. „Ich habe einen Anwalt eingeschaltet und hoffe, dass ich die Kosten aus Mitteln des kommunalen Schadensausgleichs erstattet bekomme“, sagt Jürgen Susa. Bisher wartet er noch auf eine Antwort. Es sei unbefriedigend, dass so lange nichts passiere, sagt der Meldorfer.