Hochdonn

Mutmaßlicher Wolfsriss in Hochdonn

In Hochdonn hat mutmaßlich ein Wolf zugeschlagen. Sechs Schafe wurden dabei getötet, so Jens Matzen, Koordinator der Wolfsbetreuer und Rissgutachter in Schleswig-Holstein.

Gegen viertel nach acht Uhr am Sonnabendmorgen bekam Jens Matzen einen Anruf über den Vorfall. Fünf der Schafe waren bereits verendet, ein sechstes wies so schwere Verletzungen auf, dass es von einem Tierarzt eingeschläfert werden musste.

„Alle Tiere wiesen einen Kehlbiss auf“, sagt Matzen. Rissgutachter machten sich auf den Weg nach Hochdonn, wie Matzen erklärt. Sie nahmen Proben der getöteten Schafe. „Eines der Tiere wird zur Untersuchung in die Pathologie mitgenommen“, erklärt Matzen. Am Montag soll dieses Tier dann untersucht werden, Proben werden dann zudem an das Senckenberg-Institut verschickt, so der Koordinator. Erst, wenn die Ergebnisse der Analysen vorliegen, kann mit Gewissheit gesagt werden, dass ein Wolf der Übeltäter war.

Seitdem es Anfang des Jahres eine ganze Reihe von Rissen in Dithmarschen gab, ist es zuletzt ruhig geworden um den Wolf. Damals war der Wolf mit der Kennzeichnung GW900m für die Risse verantwortlich. Ob er oder ein anderer Wolf in diesem Fall das Tätertier war, kann erst nach der Analyse gesagt werden. „Für mich sieht es jedoch nicht danach aus, dass es diesmal GW900m war“, sagt Jens Matzen.