— Heide —

Nach Großbrand: Feuerwehr muss erneut ausrücken

von Stefan Schmid Mittwoch, 20. Juni 2018 16:51 Uhr


Heide -

Auch am Tag nach dem Großbrand an der Hinrich-Schmidt-Straße musste die Feuerwehr Heide mehrere Male zum Gelände der Tischlerei Hansen ausrücken. Immer wieder flammten Glutnester auf. Derweil versucht das Unternehmen, sich nach dem Schock zu sortieren. Der Schaden ist beträchtlich. 

Zur Hälfte in Trümmern liegt der Betrieb der Hansen GmbH in dem Gewerbegebiet. Von den abgebrannten Hallen der Lackiererei und des Gartentechnik-Bereichs sind nur noch verkohlte Fragmente übrig. Dort war am Dienstag der Großbrand entstanden, gegen den 160 Feuerwehrleute von zahlreichen Wehren gekämpft haben und der erst nach Stunden gelöscht werden konnte.

Auch am Tag danach liegt noch Brandgeruch über dem Firmengelände. Drei kleinere Glutnester seien wieder aufgeflammt, sagt André Weigert, Gruppenführer bei der Freiwilligen Feuerwehr Heide. Er leitete den kurzen Einsatz am Nachmittag. Zuvor waren die Kameraden bereits in der Nacht und am Vormittag mit Löschfahrzeugen im Einsatz gewesen, um Glutnester zu löschen. „Wir haben alle mit Wasser benetzt“, so Weigert.

Unterdessen hat das Unternehmen Hansen seinen Betrieb wiederaufgenommen – jedenfalls so weit, wie es ging. „Seit heute Nachmittag haben wir wieder Strom“, erläuterte Mark Hansen, einer der drei Geschäftsführer der Hansen GmbH, unserer Zeitung. Was hieß: Die Mitarbeiter konnten zumindest Telefonate führen und E-Mails bearbeiten. „Die Maschinen in der Tischlerei arbeiten noch nicht“, sagte Hansen.

Die Kripo war nach Angaben des Unternehmens bereits vor Ort, um die Ursache des Brands zu ermitteln. Derweil sei man dabei, so der Geschäftsführer, für die Versicherung eine Auflistung des vernichteten Warenbestands zu erarbeiten. „Im Bereich der Gartentechnik haben wir nichts mehr – keine Pumpen oder Teiche. Rein gar nichts.“ Gleichzeitig suche man nach einer Halle für die Übergangszeit. Vielen Angestellten stand der Schreck vom Dienstag noch ins Gesicht geschrieben. Hansen: „Wir sortieren uns.“

Den durch das Feuer entstandenen Schaden schätzt das Unternehmen auf 1,5 Millionen Euro. Die Polizeidirektion Itzehoe machte gestern keine Angaben zur Brandursache und zum Stand der Ermittlungen.





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