— Heide —

Neue Flächen für ein Heider Hotel

von Oliver Tobolewski Dienstag, 6. Februar 2018 16:59 Uhr


Heide -

Für ein innenstadtnahes Hotel war schnell eine Fläche mit Potenzial ausgemacht: das Filetgrundstück an der Stadtbrücke, auf dem einst ein Möbelhaus stand. Dabei gibt es noch weitere interessante Flächen in der Kreisstadt für dieses Vorhaben.

Vom Tourismus profitieren

Bürgermeister Ulf Stecher ist nach wie vor davon überzeugt, dass Heide ein Hotel mit mehr als 60 Zimmern brauche. Das Nordseeheilbad Büsum brummt – und vom Tourismus will die Kreisstadt profitieren und Gäste länger in der Stadt halten. 

Bisher war aber immer nur das Filetgrundstück an der Stadtbrücke für ein Hotel in der Innenstadt im Gespräch. Dabei gibt es weitere Flächen, die in der von der Stadt und einem potenziellen Investor in Auftrag gegebenen Studie berücksichtigt worden waren. 

Ein möglicher Investor ist Mike Dirk Warnecke aus Büsum. Vor Wochen hatte er in Zusammenarbeit mit der Stadt Heide das Gutachten in Auftrag gegeben. Erstellt wurde die Studie von der Destination LAB GmbH in Flensburg sowie von der Kohl & Partner GmbH.

Der derzeitige Busbahnhof ist eine weitere Option, sagt der Verwaltungschef. Der Vorteil: das Grundstück gehört der Stadt. Ein politischer Preis ist durchaus möglich. „Wenn ein Investor ein wertiges Konzept vorlegt, ist es denkbar, dass die Ratsversammlung ihm entgegenkommt.“

„Aus touristischer Sicht ist es attraktiver einzustufen als das Grundstück an der Stadtbrücke“, so das Fazit des Gutachtens, das unserer Zeitung vorliegt. Gegen das Grundstück spreche lediglich, dass es erst mittelfristig verfügbar und die Möglichkeiten der Bebauung unklar seien. Die Vorzüge laut Gutachten: Die Zimmer ließen sich von der Bundesstraße hin zum Ostpol und Wasserturm abschotten.

Es geht nicht um Luxus 

Ehe dort ein Hotel geplant und gebaut werden kann, muss der Zob verlegt werden. „Der Bahnhofsvorplatz muss fertig sein“, sagt Stecher. Demnach sei ein Baubeginn vor 2021 nicht realistisch. 

Auch das Ergebnis des ersten Gutachtens will Stecher weiterhin prüfen lassen. Dieses ist sehr auf die Wünsche und Ideen eines Investors abgestimmt. Eine ergänzende Bedarfsanalyse soll von Experten erstellt werden - vom Stadtmanagement und der Fachhochschule Westküste. Stecher ist sich sicher, der Bedarf ist da und er wird, auch durch die Projekte der Entwicklungsagentur, steigen.

„Beide Studien sind dann die Basis für weitere Gespräche mit potenziellen Investoren“, sagt Stecher. Er wünscht sich etwas Solides und Modernes. Es gehe nicht um vier oder fünf Sterne, sagt er.





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