Meldorf

Neue Leiterin übernimmt das Meldorfer Schwimmbad

Die letzte Saison war für alle Beteiligten des Schwimmbads vor allem eins: turbulent. Die Unruhe rund um das Gutachten, die Visionen von Patrick Zuch und dessen Rückzieher haben Spuren hinterlassen.

Die abgelaufene Saison war für alle Beteiligten des Meldorfer Schwimmbads vor allem eins: turbulent. Die Unruhe rund um das neue Gutachten, die Visionen von Patrick Zuch und nicht zuletzt dessen spontaner Rückzieher haben Spuren hinterlassen. „Zurück zu alter Stabilität und Ruhe einkehren lassen“, nennt die Bürgermeisterin das Motto für die nächste Zeit. 

Dabei werden die Probleme durch die neue Leiterin des Schwimmbads nicht weniger. „Uns allen ist bewusst, dass wir wirtschaftlicher werden müssen. Es ist ein Verdienst von Herrn Zuch, dass er den Weg bereitet hat zu mehr Schwimmkursen und dadurch mehr Einnahmen für die Stadt“, sagt Anke Cornelius-Heide (Grüne). Den eingeschlagenen Weg hin zu mehr Kursen will Katrin Plogmann als Leiterin weitergehen. 

„Ich erhoffe mir viel durch das Kursangebot, bin deswegen auch schon in Gesprächen mit Vereinen. Aber ich will noch mehr als nur Kurse: Ich denke dabei vor allem an besondere Veranstaltungen wie Candle-light-Schwimmen, Kinderdisko und Sauna-Nächte, die Besucher zu uns ins Schwimmbad locken sollen“, so die 41-jährige Meisterin für Bäderbetriebe. In ihrer neuen Rolle fühlt sich Plogmann nach eigener Aussage bereits pudelwohl. Auch ist es nicht das erste Mal für sie, dass sie die Leitung für ein Bad inne hat. In ihrer Zeit in Bayern im Landkreis Pfaffenhofen hatte sie für mehrere Jahre leitende Funktionen inne. „Ein Schwimmbad zu leiten, ist nichts Neues für mich und auch diese Aufgabe in Meldorf traue ich mir durchaus zu.“

Die gebürtig aus Werne an der Lippe im Kreis Unna (Nordrhein-Westfalen) stammende Plogmann lebt seit 2015 in Meldorf. „Für Dithmarschen habe ich mich vor allem auch wegen der Nähe zu meiner Familie entschieden, die in Preetz und Bremen ansässig ist“, sagt Plogmann. „Die hatten davor die letzten 15 Jahre eher wenig von mir.“

Offiziell beschlossen wurde die Ernennung Plogmanns zur neuen Schwimmbadleitung im Rahmen der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses in der vergangenen Woche. Das Ergebnis fiel jedoch nicht einstimmig aus. „Einige im Ausschuss waren dafür, den Posten erst noch einmal neu auszuschreiben“, sagt Anke Cornelius-Heide. Doch ist der Markt an Bademeistern aktuell nicht gerade üppig. Als ziemlich mau bezeichnet die Bürgermeisterin sogar die Auswahl an verfügbarem Personal. Deswegen sei man umso glücklicher, mit Katrin Plogmann jemanden zu haben, „die Erfahrung in der Leitung von Bädern hat und nicht erst neu eingearbeitet werden muss oder mit einem ganz neuen eigenen Konzept um die Ecke kommt“.

Eines machten sowohl die Bürgermeisterin als auch die neue Schwimmbadleitung zugleich deutlich: Der eingeschlagene Kurs wird beibehalten. „Wir haben nun mal dieses Gutachten, wir müssen wirtschaftlicher werden und nur die Einnahmen aus dem Eintritt reichen nicht“, sagt Plogmann. Von der Idee eines einzigen Tages für Vereine distanziert sich die Bademeisterin ebenfalls. „Ein einziger Tag für Vereine reicht nicht. Auch war  diese Aussage von Herrn Zuch etwas missverständlich und ist von Vielen falsch aufgefasst worden. Er meinte, mindestens einen, die Leute dachten, nur diesen einen.“

Kurse wie Aqua Fitness will sie wieder im Programm haben. Seniorengymnastik wird mehr angeboten und das zurzeit vorläufig eingestellte Baby-Schwimmen könnte ebenfalls zurückkehren. Fürs erste aber soll die abgelaufene Saison von allen Beteiligten einmal verarbeitet werden und Ruhe einkehren. Turbulent war es die vergangenen Wochen genug. „Wir werden das Erlebte erst einmal verarbeiten müssen und dann schauen wir optimistisch in die Zukunft“, sagt Katrin Plogmann. Sie will in Meldorf etwas aufbauen und plant langfristig. Ihre neue Stelle ist unbefristet.