Heide

Neues Wohnviertel in Heide geplant

Südlich der Hamburger Straße wird ein neues Stadtquartier mit 255 Wohneinheiten entstehen. Dazu gehört ein Beherbungskomplex für Studenten. Die Investoren kommen aus Lübeck. Mit der Erschließung soll noch in diesem Jahr begonnen werden. 

Das Ehepaar Frauke und Peter Plottner aus Lübeck hat bereits an den Hochschulstandorten Kiel und Lübeck große Apartmenthäuser (Boardinghouse) für Studenten gebaut. Nun wagen sie ein Millionen-Investment in der Kreisstadt, weil sie „von der positiven Entwicklung der Fachhochschule und der Stadt Heide“ erfahren haben, wie Peter Plottner sagt. Er und seine Frau haben nach eigenen Angaben nicht lange gefackelt, als ihnen das Grundstück südlich der Hamburger Straße angeboten wurde. 

Das Projekt vor Ort wird von Ulf Stecher betreut. Heides ehemaliger Bürgermeister hat sich mit einer Beratungsagentur für Großvorhaben selbstständig gemacht – in dieser Funktion kümmert er sich beispielsweise um das Hotelvorhaben am Alten ZOB. Stecher rechnet noch im Herbst mit einem rechtskräftigen Satzungsbeschluss der Ratsversammlung für den B-Plan 46f, in dem das neue Stadtquartier der Plottners angesiedelt ist. Derzeit liegt der entsprechende Plan öffentlich aus. Dafür hatte der Bauausschuss der Stadt noch vor der Sommerpause per Beschluss gesorgt. „Ziel ist es, mit den Tiefbauarbeiten im späten Herbst zu beginnen. Bereits 2020 könnte der Komplex bezugsfertig sein“, so Stecher. 

Das betreffende Areal befindet sich südlich der Hamburger Straße parallel zur Fachhochschule, westlich der Professor-Heinz-Haber-Straße, östlich der Gleiwitzer Straße, Breslauer Straße und Graudenzer Straße sowie nördlich von der Verlängerung der Posener Straße. Das Investorenehepaar will dort 255 Wohneinheiten schaffen. Begonnen werden soll mit dem Apartmenthaus mit 158 Wohnungen. Die Wohneinheiten werden laut Stecher mit Bädern und Pantryküchen sowie mit W-LAN ausgerüstet. Der Breitbandzweckverband Dithmarschen wolle sich dort „erstmals in Heide mit einem leistungsfähigen Glasfasernetz einbringen“, freut sich Investor Plottner. 

Aber nicht nur Studenten steht der Komplex zur Verfügung. „Auch junge Leute, etwa Singles, können sich hier einmieten“, erläutert Projektberater Stecher. Mit Rücksicht auf die Wohnbebauung in der Nachbarschaft habe man aber auf Gemeinschaftsräume verzichtet. Damit sind die Plottners nach eigenen Angaben in Kiel und Lübeck gut gefahren. „Die klare Struktur des Boardinghauses strahlt eine gewisse Ruhe und Beständigkeit aus und wirkt dennoch sehr modern“, sagt der Lübecker Investor. 

Steht dieser Komplex, geht es südlich davon weiter. Dort soll ein Gebäude mit 58 Wohnungen für betreutes Wohnen gebaut werden. Für junge Familien, Singles und Paare entsteht dahinter schließlich ein modernes Mehrfamilienhaus für 22 Parteien. „Ziel ist es, dass alle drei Teilbereiche langfristig im Eigentum der Familie verbleiben“, sagen Frauke und Peter Plottner. 

Anders sieht es mit der Fläche in der Südwestecke des Grundstücks aus. Dort will das Lübecker Ehepaar jungen Familien die Möglichkeit eröffnen, sich eigenen Wohnraum zu schaffen. Es sei Platz für 16 Doppelhäuser sowie für ein „Premiumhaus“. Ob die Plottners dieses Areal an einen anderen Investor verkaufen oder direkt an private Bauherrn ist nach Stechers Angaben derzeit noch offen.