Heide

Noch knapp vier Wochen bis zum neuen Stadtbuskonzept

Mit dem Beginn des neuen Jahres wird der Heider Stadtbusverkehr attraktiver. So gibt es erstmals einen 30-Minuten-Takt, um die Bürger für den öffentlichen Nahverkehr zu begeistern. Zum Auftakt bekommen die Nutzer eine Freifahrtwoche spendiert. 

In Heide einschließlich Süderholm sowie den zum Netz des Stadtbusverkehrs gehörenden Gemeinden Ostrohe und Wesseln sollen die Einwohner möglichst häufig das Auto in der Garage stehen lassen und auf den Bus umsteigen. Dafür wird in Heide tagsüber von montags bis sonnabends ein Halbstunden-Takt eingeführt. Je nach Linie und Wochentag umfasst er einen Zeitraum zwischen 5.03 Uhr und 19.57 Uhr. Ostrohe wird im 60-Minuten-Takt bedient.

„Wir freuen uns schon auf das neue Konzept“, sagt Jacqueline Pusch. Sie ist Verkehrsplanerin bei der mit der Umsetzung beauftragten Südwestholstein ÖPNV-Verwaltungsgemeinschaft (SVG). Der neue Fahrplan gilt ab Donnerstag, 2. Januar 2020. Bis einschließlich Sonnabend, 11. Januar, ist die Mitfahrt in den Bussen kostenlos. Während dieser Zeit können sich die Bürger somit unentgeltlich von dem erweiterten Angebot überzeugen.

Derzeit ist bei der SVG ein Faltblatt in Arbeit, das alle detaillierten Informationen zu den Linien und dem Fahrplan enthält. „Wir werden es per Post versenden“, sagt Jacqueline Pusch. Das wird voraussichtlich in der Woche ab dem 16. Dezember der Fall sein. Zudem werde der Flyer dann unter anderem im Rathaus und in der Tourist-Info am Südermarkt erhältlich sein, so die Verkehrsplanerin.

Derzeit pendeln die Fahrzeuge im Stundentakt. Die kürzeren Intervalle des neuen Konzeptes sind mit zusätzlichen Ausgaben verbunden. Künftig kostet der Stadtbusverkehr pro Jahr rund 676 000 Euro. 625 000 Euro zahlt Heide, den Rest teilen sich die Gemeinden Ostrohe und Wesseln. Nach der Freifahrtwoche werden auch die Nutzer zur Kasse gebeten. „Der Preis für das Stadt-Ticket ist auf einheitlich 1,50 Euro pro Fahrt festgesetzt“, sagt Christoph Hecht. Laut dem Pressesprecher der Stadt Heide bewegt sich das Preisniveau damit landesweit „an der unteren Grenze“. Zum Vergleich: In Husum seien es ebenfalls 1,50 Euro, in Elmshorn 1,70 Euro, in Itzehoe 1,75 Euro und in Rendsburg 2,20 Euro.

Das neue System löst die bisherige Preisstruktur ab. Derzeit kostet eine Fahrt im Stadtbus in der Zeit von 9 bis 11 Uhr sowie von 13 bis 15 Uhr einen Euro. Außerhalb dieser Zeiten werden 1,85 Euro berechnet.

„Das künftige Stadt-Ticket ist verbunden mit einer neuen Mitnahmeregelung“, sagt Jacqueline Pusch. Erwachsene dürfen zum Preis von 1,50 Euro bis zu drei Kinder unter sechs Jahre kostenlos dabeihaben. Für ältere Mädchen und Jungen kostet eine Busfahrt künftig 1,15 Euro. Wer die Stadtbusse regelmäßig nutzt, kann sich eine vergünstigte Monatskarte kaufen. Für eine Monatskarte im Abo belaufen sich die Kosten auf 33,83 Euro. Eine Monatskarte ohne Abo kostet 40,60 Euro. Abo heißt in diesem Fall: Der Nutzer schließt mit dem Busunternehmen einen Vertrag über zwölf Monate und bekommt seine Fahrkarte monatlich zugeschickt. Das Geld wird automatisch vom Konto abgebucht. Ohne ein solches Abo wird die Monatskarte direkt beim Busfahrer bezahlt.

Zudem seien „zwei weitere interessante Fahrkarten“ im Angebot, heißt es bei der SVG: die Senioren-Monatskarte für den Stadtverkehr zum Preis von 33,80 Euro sowie die Senioren-Monatsnetzkarte für ganz Dithmarschen für 49,50 Euro.

In nicht einmal vier Wochen geht das neue Heider ÖPNV-Konzept an den Start. „Alles verläuft nach Plan“, sagt Jacqueline Pusch.