Heide

Wasser im Wasserturm: Sanierung sorgt für Diskussionen

Anfang Februar hatte Ronald Voigt vom Architekten Contor Itzehoe dem Bauausschuss über den Zustand des Wasserturms informiert und zwei Varianten aufgezeigt, die aus unterschiedlichen Gründen auf wenig Gegenliebe stießen. Sechs Wochen später ist eine Lösung immer noch schwer abzusehen.  

14 Jahre nach der großen Sanierung zum 100-jährigen Bestehen des Heider Wahrzeichens ist das Mauerwerk vor allem an der Westseite wasserdurchtränkt, hatte Voigt ausgeführt. Der Architekt empfahl eine Grundsanierung inklusive des Austauschs der 2005 eingebauten Lochsteine und Austauschs der dadurch vergrößerten Fugen, durch die Wasser eindringe,  außerdem Ausbesserungarbeiten an den seinerzeit eingebauten Fenstern, am Putz sowie den Einsatz von Edelstahl-Ankern zur Stabilisierung. Die Kosten würden jedoch eine Million Euro überschreiten. Die Alternativ-Variante, nach der nur die offenkundigen Schadstellen für 315 000 Euro ausgebessert werden sollten, gilt dagegen als nicht nachhaltig. 

Eine dauerhafte, aber als übermäßig teuer angesehene Lösung gegenüber einer notdürftigen Ausbesserung: Das sind die beiden als unattraktiv empfundenen Möglichkeiten, wie mit dem Turm weiter verfahren werden soll. „Die Tendenz geht dahin, dass wir nachhaltig sanieren sollten“, sagt Andreas Wojta. Diese Richtung sollte auch im Rahmen der Haushaltsberatungen angesteuert werden, empfiehlt der Leiter des Fachbereichs Bau und Planung. 

Manfred Will (SPD) rät dazu, außen nur die dringend notwendigen Ausbesserungsarbeiten auszuführen. „Ziel sollte nur sein, weitere Verschlechterungen zu vermeiden“, sagt Will, worauf der Ausschussvorsitzende Reinhold Ehrenberg (FDP) entgegnet: „Dann sind wir auch schon fast bei einer Million Euro.“ Bis zu den Haushaltsberatungen anfangs der zweiten Jahreshälfte besteht noch einiger Diskussionsbedarf.