Albersdorf

Norderstraße in Albersdorf ab Freitag wieder frei

Des einen Freud, des anderen Leid. Dieser Spruch gilt auch, wenn es um die Unterhaltung von Straßen geht. Während die Norderstraße (L 148) in Albersdorf ab Freitag wieder für den Verkehr freigegeben wird in neuem Glanz erstrahlt, ist der Ellingstedter Weg in weiten Teilen kaputt gefahren worden.

Die Albersdorfer werden am Freitag jubeln: Endlich können sie wieder die Norderstraße nutzen, das Umfahren der Baustelle ist dann nach gut vier Monaten vorbei. Dass die Erneuerung der Straße sich so lange hinziehen würde, hatten Planer und Landesbetrieb nicht erwartet. Die Ursache: Es wurde belasteter Boden gefunden, der zunächst beprobt und dann zu den entsprechenden Deponien – je nach Grad der Belastung gefahren und entsorgt werden musste.

Das kostete wertvolle Zeit, denn zum einen mussten die notwendigen Vorarbeiten kalkuliert werden, zum anderen musste die Straße in dem Bereich viel umfangreicher saniert werden als ursprünglich geplant. Dieser letzten beiden Abschnitt waren immerhin rund 1,7 Kilometer lang. So dauerte die Sanierung der Strecke eben nicht nur bis Mitte August, sondern bis fast Mitte Oktober. Finanziell wirken sich diese zusätzlichen Arbeiten ebenfalls aus, wie hoch die Mehrkosten ausfallen werden, ist aber noch nicht bekannt.

Für den Ellingstedter Weg kommt die Fertigstellung der Norderstraße jedenfalls deutlich zu spät. „Der Weg ist stark in Mitleidenschaft gezogen. Dort versuchten sogar Lkw durch zu fahren“, sagt Bürgermeister Heribert Heinecke (CDU). Deshalb sei es auch kein Wunder, dass die Straße heute so aussehe. Der Weg, insgesamt rund zwei Kilometer lang, ist vor allem im Anfangsbereich stark in Mitleidenschaft gezogen. Bis zum Ortsschild ist der linke Rand am Bordstein in weiten Teilen stark beschädigt. Der Asphalt bröckelt heraus, es gibt Quer- und Längsrisse und auch Absackungen entlang der Strecke. An einigen Stellen – jenseits des Ortsschildes Richtung Osten zur Straße Westerau - ist die Bankette komplett kaputt gefahren. Es gibt tiefe Reifenspuren und Lunken. Teilweise sind an den Straßenrändern tiefe Löcher im Asphalt entstanden.

Das Problem für die Gemeinde: Während für die Sanierung der Norderstraße der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr, also das Land, zahlt, bleiben die Gemeinden für die Reparatur des Ellingstedter Weges, der als Abkürzung genutzt wurde, allein sitzen. Denn dabei handelt es sich um eine Gemeindestraße. „Wir werden die Bankette nach den Herbstferien mit Fräsgut wieder verfüllen und die Löcher mit Asphalt flicken“, beschreibt Heinecke das weitere Vorgehen. In den kommenden Jahren soll der Weg eine neue Oberfläche bekommen. Das übernimmt dann der Wegeunterhaltungsverband, der von den Kommunen getragen wird und die so letztlich die Sanierung allein finanzieren. Mitgenommen sei auch die Straße Westerau von Arkebek nach Bunsoh und die Waldstraße in Bunsoh.

„Unser Problem ist der enorme Durchgangsverkehr von und zur Autobahn“, sagt Heinecke. Und dieser wird nach Pfingsten 2020 erneut für Probleme im Ort sorgen. Dann soll die komplette Süderstraße innerhalb von zwei Jahren in sieben Abschnitten erneuert werden. „Ich sehe eine große Gefahr für unsere innerörtlichen Straßen“, sagt der Bürgermeister. Er und die Gemeindevertretung befürchten, dass dann teilweise gerade erneuerte Straße zu stark belastet werden. „Unsere Gemeindestraßen sind für dauerhaften Schwerlastverkehr ausgelegt.“ Aus diesem Grund hofft Heinecke, dass sich alle an die Umleitung halten. „Das sind nur fünf Minuten mehr Zeit, mehr ist es nicht“, appelliert er.