Wrohm aktualisiert

Ost-West-Verbindung unpassierbar

Noch rollt der Verkehr über die Bundesstraße 203 bei Wrohm. Doch ab Montag werden Autofahrer Umwege in Kauf nehmen und mehr Zeit einplanen müssen.  Die Bundesstraße wird in drei Abschnitten saniert.

Wie der Landesbetrieb für Straßenbau und Verkehr (LBV) in Itzehoe mitteilt, startet die Sanierung des gut elf Kilometer langen Abschnitts von Lüdersbüttel bis Hamdorf am 25. März. Die Abschnitte werden komplett gesperrt. „Sowohl aus Arbeitsschutzvorgaben für die Bauarbeiter als auch für eine optimale Qualität muss die Strecke in dieser Zeit vom Durchgangsverkehr freigehalten werden“, sagt Kai-Uwe Schacht, Niederlassungsleiter des Landesbetriebes.

An einer Sanierung der Straße führe kein Weg vorbei. Die Fahrbahn ist mindestens 25 Jahre alt und weist zahlreiche Netzrisse, aber auch bis zu fünf Zentimeter tiefe Risse auf. Die Fahrbahn ist ausgemagert, uneben und hat kleinere und größere Löcher. Außerdem gibt es eine offene Mittelnaht. Das ist die Stelle, an der der früher fahrbahnweise aufgebrachte Asphalt aufeinandertrifft. Das Problem dabei: Der bereits erkaltete Asphalt verbindet sich nicht mehr mit dem heißen Asphalt – es bildet sich eine Naht. Um diese Mittelnähte zu vermeiden, wird der Asphalt heute über die gesamte Straßenbreite, also über beide Fahrbahnen in einem Stück aufgetragen.

Auf der gesamten Strecke wird der Asphalt zwischen acht und zwölf Zentimeter tief abgefräst und dann in zwei Lagen wieder neu eingebaut – mit einer acht Zentimeter starken Binder- und einer vier Zentimeter Deckschicht. Die Sanierung beginnt mit dem Abschnitt zwischen Wrohm und Lexfähre. Dort wird der Fahrbahnbelag zunächst abgetragen und dann wieder erneuert. Parallel wird die Eiderbrücke bei Lexfähre saniert. Der Radweg wird ebenfalls mit einer neuen Deckschicht ausgestattet. Der erste Abschnitt soll voraussichtlich Ende April fertig sein.

Der zweite Teil folgt Ende April bis Anfang Juni. Dann wird die Fahrbahn zwischen der Klappbrücke Lexfähre und Hamdorf im Kreis Rendsburg-Eckernförde erneuert und die Brücke weiter saniert. Und auch dort bekommt der Radweg einen neuen Asphaltbelag. Der letzte Abschnitt von Lüdersbüttel bis zur Abzweigung nach Wrohm folgt von Anfang bis Ende Juni.

Für die Zeit der Bauarbeiten müssen Autofahrer und Lkw-Fahrer eine weiträumige Umleitung in Kauf nehmen. Sie ist wie folgt vorgesehen und ausgeschildert: Aus Richtung Heide kommend ab Tellingstedt über die Landesstraße 149 nach Schalkholz und weiter über Pahlen/Erfde/Hohn nach Fockbek und umgekehrt.

Das Investitionsvolumen für die Straßenbaumaßnahme und den Brückenbau liegt voraussichtlich, so der LBV, bei rund 4,5 Millionen Euro und wird vom Bund finanziert.