Pahlen

Pahlen sucht ein Wappen

Schön aussehen soll es, natürlich. Den Ort repräsentieren, Vielfalt zeigen. Doch die Möglichkeiten eines Dorfwappens unterliegen noch weit mehr Kriterien – das merken die Pahlener derzeit.

Die Gemeinde an der Eider gehört zu den Dörfern, in denen keine Fahne des Ortes weht, kein Auto die stolzen Farben am Aufkleber auf dem Kofferraum trägt. Allerdings wollen die Gemeindevertreter das ändern. Deshalb haben sie die Gestaltung eines Wappens in Auftrag gegeben.

„Es soll an den Ortsnamen angelehnt sein, die Eider und unsere Landschaft mit aufnehmen“, sagt Bürgermeister Thorsten Reepenn. Er hat den Gemeindevertretern neun Beispiele mitgebracht, die zur Auswahl stehen. Die Gemeinde hat einen Spezialisten beauftragt, der sich mit der schleswig-holsteinischen Wappenrolle und deren spezifischen Regelungen auskennt und ein Signet für das Dorf anfertigt.

„Die Eider ist in den Wellenlinien zu erkennen.“ Dabei verläuft sie zackig am oberen Wappenrand. „Wir hatten uns das ja eigentlich so gewünscht, wie die Eider verläuft, aber das geht nicht“, sagt Reepenn. Denn im Wappenrecht ist vieles vorgegeben und das Zeichen der Ortschaft muss einmalig sein. Der Ortsname findet sich in den Bohlen beziehungsweise Pfählen wieder. Im Grasgrün und in der Binse oder dem Schilfrohr ist die Wiesenlandschaft dargestellt. „Wir sind in der Richtung, in die es geht, geführt worden“, sagt der Bürgermeister in Bezug auf die eingeschränkten Einflussmöglichkeiten.

Im Planungsausschuss wollen dessen Mitglieder die Auswahl auf drei mögliche Wappen reduzieren. Die Wahl sollen letztlich aber die Bürger haben: Während einer Einwohnerversammlung wollen die Gemeindevertreter per Votum den beliebtesten Vorschlag ermitteln, der dann Fahnen und Aufkleber zieren könnte.