Heide

Polizeieinsatz in der Güterstraße

Ein Polizeieinsatz in der Nähe des Heider Bahnhofs sorgte am Donnerstagabend für Aufsehen. Hintergrund waren Ermittlungen in einer Drogensache.

„Bingo“, sagte der Ermittler, nachdem er die Sporttasche im Kofferraum des Passats öffnete. Darin fand er zwei etwa DIN-A4-große durchsichtige Tüten – offensichtlich mit Drogen darin. 

Erst standen kurz nach 19 Uhr lediglich ein paar Maskierte mit dem 23-Jährigen an dessen Auto, dann sausten plötzlich weitere Zivilfahrzeuge mit Blaulicht und Sirene auf den Parkplatz an der Güterstraße und die Durchsuchung begann. Schnell stellte gut ein Dutzend Polizisten in Zivil Dinge sicher, verpackte sie in Tüten und Kartons. Die meisten Ordnungshüter gingen mit dem Beschuldigten etwa eine Viertelstunde später zu dessen Wohnung, die sie durchsuchen wollten. Zwei Beamte blieben beim Auto und durchsuchten es bis in den letzten Winkel – und wurden fündig.

„Am Donnerstagabend hat die Polizei in Heide im Rahmen von Ermittlungsverfahren wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz Durchsuchungsbeschlüsse gegen einen Mann und eine Frau vollstreckt. Eines der betroffenen Durchsuchungsobjekte lag in Hessen“, teilt Polizeisprecherin Merle Neufeld mit.

Polizisten hielten den Wagen des 23 Jahre alten Heiders auf dem Parkplatz in der Güterstraße an und überprüften ihn. Der Mann und seine 19-Jahre alte Begleiterin waren im Zuge von Rauschgift-Ermittlungen der Heider Kripo in Zusammenarbeit mit der Itzehoer Bezirkskriminalinspektion in das Visier der Polizei geraten. 

„Für die Insassen des Wagens lagen Durchsuchungsbeschlüsse vor, die unverzüglich umgesetzt wurden“, so Neufeld. „In dem Fahrzeug vor Ort, in der Wohnung des Beschuldigten in Heide und in der seiner Bekannten in Hessen fanden Beamte umfangreiche Beweismittel auf, darunter mehrere hundert Gramm Marihuana und einen vierstelligen Bargeldbetrag.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen kamen die Hessin und der Dithmarscher mangels Haftgründen wieder auf freien Fuß. Sie werden sich wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten müssen.