Buchholz

Riss-Serie geht weiter

In der Nacht von Freitag zu Sonnabend wurde erneut eine Herde von Schäfer Knut Jäger angegriffen. Die Tiere standen auf einer Wiese nahe Buchholz.

Der Wolf hat ein Schaf getötet und eines mit einem Kehlbiss so schwer verletzt, dass es eingeschläfert werden musste. Das verletzte Tier wurde in einem Vorgarten in Kuden gefunden, etwa drei Kilometer von der Weide entfernt. „Es wurde in den Ort getrieben“, sagt Tierhalter Knut Jäger. In so einem Fall würden Schafe so weit rennen, bis sie in Sicherheit seien. 

Jäger hat seit Beginn der Riss-Serie Ende November 20 Schafe verloren. Beim zweiten Angriff nahe Hochdonn wurden sieben Tiere getötet. Anfang vergangener Woche stand fest: Es war ein Wolf. Ungeklärt blieb zunächst noch, um welches Tier es sich handelt. Dieses Ergebnis sollte in den kommenden Tagen folgen. 

Nach Informationen unserer Zeitung steht nun fest, dass der Wolf mit der Bezeichnung GW 1430m dafür verantwortlich ist. Spuren des Tieres wurden ebenfalls bei den Schafrissen vom Dienstag, 26. November, gefunden. Das Jungtier stammt aus einem Rudel in Niedersachsen und wurde dort erstmalig im Juli 2019 genetisch nachgewiesen. Die Wölfe im Bereich Göhrde werden für das Ende des Mufflon-Bestandes in der Region verantwortlich gemacht.