Stapel

Rock an der Eider fällt in diesem Jahr aus

Rockige, nicht jedem bekannte Gruppen auf zwei Bühnen und das ganze ohne Eintritt: Für viele Musikfreunde ist der zweite Sonnabend im August fest eingeplant. Doch in diesem Jahr gibt es den Eiderstrand nur ohne laute Töne.

Das Festival Rock an der Eider mit dem Motto „umsonst und draußen und für alle“ fällt in diesem Jahr aus. „Wir machen eine Pause“, sagt Birthe Dierks vom organisierenden Verein Kunst und Kultur für Stapel. Doch ob und wann die Pause beendet ist, steht noch in den Sternen.

Seit zwölf Jahren zwölf Stunden Musik, zuletzt 13 Bands: Jedes Jahr fällt viel Arbeit vom Buchen der Gruppen bis zum Bierverkauf an. „Das Festival wird immer größer. Der Aufwand und der eigene Anspruch steigen.“ So hoch, dass die Organisatoren die Reißleine zogen. Denn abgesehen von vielen Helfern am Veranstaltungstag selbst, gibt es ein Kernteam, in dem circa zehn Ehrenamtliche die hauptsächliche, im Vorfeld anfallende Arbeit erledigen.

„Gerade die Leute, die knietief drinstecken, haben sich eine Umverteilung gewünscht“, sagt Dierks. Zwar stieß die Bitte, die Aufgaben auf weitere Schultern zu verteilen, vielerorts auf Verständnis. Allerdings führte sie nicht dazu, dass sich weitere Freiwillige des 120 Mitglieder zählenden Vereins meldeten. „Es geht um ganz viele, ganz kleine Aufgaben, die sich häufen“, sagt Dierks.

Während einer Abfrage im Juni hat sich soweit noch kein neues Bild ergeben. Deshalb steht noch nicht fest, ob es 2020 wieder ein Festival geben wird. Der Wille seitens der Kernmannschaft besteht. „Wir hängen ja auch an der Veranstaltung“, gibt Dierks zu bedenken. „Vielleicht gehen wir mit neuer Luft oder auch einem kleineren Format heran. An der Organisationsstruktur muss sich etwas ändern.“

Ein bisschen Zeit zur Entscheidung bleibt noch. Für gewöhnlich beginnt Dierks im Januar, bei Bands anzufragen, ob sie auftreten können. „Wir lassen den Sommer erst einmal Sommer sein, dann sehen wir weiter.“

Ein festes Element des Vereins bleibt die Musik im Ohlsenhaus. Jeweils am 30. April und am 2. Oktober lässt der Verein dort zwei Gruppen bei freiem Eintritt aufspielen. Das deutlich kleinere Format sei bei wesentlich geringerem Aufwand zu organisieren, sagt Dierks.