Pahlen

Frei.Wild-Konzert ohne Vorfälle

Knapp 50 Menschen demonstrierten am Donnerstagabend gegen das Konzert der umstrittenen Band Frei.Wild in Pahlen. Mit Rufen wie „Es gibt kein Recht auf Nazipropaganda“, „Nationalismus raus aus den Köpfen“ „Alerta Antifaschista“ oder „Ihr habt den Krieg verloren – zweimal“ machten sie ihre Haltung klar. Die Demonstration verlief ruhig. Der Auftritt der Band im Pahlazzo ging planmäßig über die Bühne.

Aufgerufen zu der Demonstration hatten die Jusos Dithmarschen. Auf ihrer Internetseite hatten sie sich mit „Klare Kante gegen Rechtsruck, Nationalismus und Frei.Wild“ positioniert. Die Polizei war in Pahlen in verstärkter Aufstellung präsent und sorgte dafür, dass Demonstranten und Konzertbesucher auf Distanz blieben. Als sich die Protestler vom Treffpunkt Höhe Firma Wilke in der Hauptstraße aus zur Kundgebung über Süder- und Schulstraße in Bewegung setzen, waren die meisten Fans bereits in der Pahlazzo-Halle. Letztlich blieb es ruhig. Lediglich, als ein Konzertbesucher Demonstranten mit Bier bespritzen wollte, flog aus deren Reihen eine Bierflasche, die auf dem Asphalt zerbrach. 

Die Polizei behielt den ganzen Abend über den Überblick. Ihr Sprecher hatte noch vor Beginn der Demonstration gesagt, er gehe nicht davon aus, dass es zu größeren Störungen kommen werde. Die Polizei sei gut vorbereitet.

Frei.Wild spielte im ausverkauften Pahlazzo vor 2000 Anhängern, wurde vom Publikum gefeiert. Frontmann Philipp Burger äußerte sich zu der Demonstration, sagte, es nerve ihn. Gegen Konzertende kündigte er an, die Band werde am Sonnabend in Flensburg aufschlagen. Dort lädt sie von 13 bis 15 Uhr zu einem „Bürger- und Fantreffen“ auf dem Parkplatz Exe in Flensburg ein. Das teilte die Agentur KGB event & promotion am Donnerstag mit. Die Flens-Arena war nicht für ein Frei.Wild-Konzert am 20. April zur Verfügung gestellt worden. Das Konzert am Sonnabend in Pahlen beginnt um 20 Uhr. Die Jusos haben abermals zur Gegendemonstration aufgerufen.

Die Polizei sagte am Donnerstag, die Lage am Sonnabend sei noch unklar, denn sie wisse noch nicht, wie viele Menschen aus Flensburg zur Gegendemonstration kämen. Außerdem sei das Konzert noch nicht ausverkauft.