Nordhastedt

Schimmelzimmer in der Grundschule saniert

Große Aufregung nach den Sommerferien in der Maria-Jessen Grundschule in Nordhastedt. Die Schüler der vierten Klassen konnten ihre zwei Kassenräume nicht beziehen, weil darin Schimmel entdeckt worden war.

Offenbar Folge einer gründlichen Teppichreinigung während der Ferien, durch die große Feuchtigkeit in den beiden Räumen entstanden war. Die Schulleitung meldete den Fall und suchte Möglichkeiten zum Ausweichen. Der Schulverband untersagte parallel die Nutzung der schimmeligen Räume. Inzwischen sind die Klassenzimmer saniert und ab kommenden Montag, 11. November, wieder vom Amt freigegeben. 

Die Räume wurden in enger Abstimmung mit dem Fachdienst Gesundheitsschutz des Kreises saniert, teilt Jürgen Bonde vom Fachdienst Schulen des Amtes Mitteldithmarschen mit. „Bei der Sanierung stellte sich heraus, dass unter dem sichtbaren Bodenbelag noch ein weiterer Bodenbelag vorhanden war, der mit einem asbesthaltigen Kleber belastet war. Auch dies wurde mit dem Kreis kommuniziert und eine Fachfirma mit der Reinigung beauftragt.“

Die Kinder waren währenddessen in anderen Räumen zusammengerückt. PC-Raum und Musikraum wurden übergangsweise als reguläre Klassenzimmer genutzt und einige andere Räume durchgetauscht, um die Schüler ihrer Klassengröße nach passabel unterzubringen. „Nun freuen wir uns, dass alles wieder hergerichtet ist und sich die räumliche Situation wieder entspannt“, sagt der stellvertretende Schulleiter Hans-Christian Braatz. „Es wurden Messungen gemacht, und die kamen alle zu positiven Ergebnissen.“

Schulverbandsvorsteher Jörn Bartelt legt Wert auf die Feststellung: „Zu keiner Zeit waren Schüler während der Sanierung den Schadstoffen ausgesetzt.“ Nach dem Ende der Arbeiten wurden ein Fachlabor und der TÜV Nord mit der Kontrolle der Schadstoffbelastung beauftragt, teilt Bonde mit. 

Nun gibt der Kreis Entwarnung: „Nach eingehender Prüfung der Analyseergebnisse bestehen aus Sicht des Gesundheitsamtes keine Bedenken gegen die Nutzung der beiden Klassenräume zu Unterrichtszwecken. Die Ergebnisse belegen, dass nach der erfolgten Entfernung des asbesthaltigen Klebers und des fachgerechten Wiederaufbaus des Fußbodenbelages mit anschließender Reinigung keine gesundheitsgefährdenden Konzentrationen in der Raumluft mehr vorhanden sind.“ 

Die Eltern der betroffenen Klassen wurden darüber während eines Elternabends informiert, sagt die Vorsitzende Schulelternvertreterin Yrsa Graeff. Alle Anwesenden seien damit einverstanden gewesen, in die sanierten Räume zurückzukehren und vertrauen auf die Überprüfung durch das Labor und den TÜV.