Heide

Soldaten aus mehreren Ländern nehmen an Militärübung teil

Am Wochenende muss in Teilen Dithmarschens mit Militärfahrzeugen und Soldaten auf öffentlichen Straßen gerechnet werden. Grund ist die Nachtorientierungsübung „Eiswolf“, die zum wiederholten Mal mit der Unteroffiziersschule der Luftwaffe in Heide als Gastgeber ausgerichtet wird.

Hauptmann Ronny Peters, Presseoffizier der Unteroffiziersschule, erklärt: „Dabei handelt es sich um einen multinationalen Militärwettkampf, bei dem einzelne Teams eine bestimmte Marschstrecke und unterschiedliche Übungen beziehungsweise Aufgaben absolvieren müssen. Dabei werden verschiedene Stationen angelaufen.“ Vor allem geht es darum, dass die Wettkampfteilnehmer die verschiedenen Punkte möglichst unerkannt erreichen. 

Das bedeutet für die Soldaten der Bundeswehr sowie aus Finnland, Frankreich, Tschechien und der Schweiz, dass sie sich bemühen müssen, Straßen und öffentliche Wege weitgehend zu meiden. Währenddessen sind sie angehalten, Kräften der Dänischen Heimwehr auszuweichen. Die Dänen, die die sogenannte Hunter Force stellen, bemühen sich ihrerseits, die Teilnehmer aufzuspüren. 

Spähwagen vom Typ Fennek fahren auf dem Gelände der Rettberg-Kaserne in Eutin. Zwei Fahrzeuge dieses Typs werden an der Eiswolf-Übung teilnehmen. Foto: RehderDas Aufklärungsbataillon Eutin wird die Übung mit zwei Radpanzern vom Typ Fennek unterstützen. Diese werden sich hauptsächlich auf dem Standortübungsplatz Riese bei Schrum befinden, jedoch in unregelmäßigen Abständen die Heider Wulf-Isebrand-Kaserne aufsuchen und demzufolge öffentliche Straßen nutzen. Die Heimwehr-Soldaten werden ebenfalls mit Fahrzeugen vor Ort sein. Daher sei von Freitag, 24., bis Sonntag, 26. Januar, vermehrt mit militärischen Fahrzeugen und Soldaten zu rechnen. Letztere werden mit ungeladenen Sturmgewehren unterwegs sein, sagt Peters. Der Presseoffizier versichert: „Es wird keine Verkehrsbehinderung geben.“ Die Übung, für die das Landeskommando Schleswig-Holstein verantwortlich ist, ist grob für den Raum Weddingstedt bis Schafstedt in der Nord-Süd- sowie Dammsknöll (Offenbüttel) bis Lohe-Rickelshof in der Ost-West-Ausdehnung geplant. 

Ursprünglich war die Nachtorientierungsübung aus dem Ausbildungsvorhaben „Heider Nachtmarsch“ hervorgegangen – bei der Premiere waren gerade einmal 20 Reservisten dabei. 30 Jahre später ist daraus eine groß angelegte Militärübung mit internationaler Beteiligung geworden. 2019 waren unter den insgesamt 180 Beteiligten etwa 60 Dänen dabei sowie zum ersten Mal vier Tschechen. Auf deutscher Seite waren Reservisten und aktive Soldaten unter anderem aus Bayern, Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen angereist.