Heide

Süderegge feiert Hohnbeer

Die Sonne lachte vom Himmel und das schöne Wetter brachte die Männer der „lütten und scheunen“ Süderegge richtig auf Temperatur. Am Sonnabend holten die Hohnbeerbrüder alles aus sich heraus und ließen zig Bürger daran teilhaben. 

Nach der Kaffeetafel war noch nicht Schluss: Bis der Hahn krähte, wurde im Stadttheater fröhlich gefeiert.

Und die Zylinderträger der kleinsten Heider Egge schafften es auch in der 178. Auflage, alles unter einen Hut zu bringen: Die Freude unter den Menschen zu mehren, ihre Jubilare zu ehren und die plattdeutsche Sprache zu pflegen.

Das „Platt“ hatte auch Hartmut Busdorf aufgesogen. Der Hemmingstedter Bürgermeister begrüßte mit dem leitenden Verwaltungsbeamten Matthias Schoßnick den zweiten Zug von Gerd Friedemann Braun und Reserveföhrer Bernd Petersen bei der Einkehr im Amt Heider Umland und sorgte dafür, dass sich die Männer  wohl fühlten.

Hervorragende Stimmung herrschte bald darauf wenige Meter weiter, als die Schaffer im MTV-Sportheim einmarschierten. Kaum hatten Öllersmann Harald Popp und Ehefrau Marion den Tross willkommen geheißen, stärkte dieser sich bei Gulaschsuppe, die Inhaberin Janina Heeckt auffahren ließ.

Im Rahmen der Peter-Bur-Feierstunde wurde Michael Herold als Leiter des Schlei-Blasorchesters Schuby verabschiedet. 45 Jahre lang machte er bei allen Morgenumzügen der Egge Musik. Nun übergab der 60-Jährige die Führung an Silke Jochimsen. „Es ist Zeit zu gehen, auch wenn es schwer fällt“, sagte Herold unter dem Beifall der Anwesenden.

Wo auch immer die Züge mit den Teilnehmern erschienen, wurden sie herzlich empfangen. Gefreut haben sich die Bewohner im Anna-Prall-Haus an der Timm-Kröger-Straße, wo der erste Zug um den Zweiten Föhrer Guido Thomsen und Reserveföhrer Tim Patzer einlief.

Und was wäre das Heimat- und Kulturfest ohne den Festumzug? Dieser zog sich mehrere Kilometer von der Südstadt durch das Zentrum zum Stadttheater. Mehrere Musikgruppen, Trachten-, Reiter- und Fahnenabordnungen aus der Region sorgten für ein farbenfrohes Bild. Harmonie schließlich auch während der Kaffeetafel, wo Erster Föhrer Volker Voigt Begriffe wie Heimat, Gemeinschaft, Kultur und Wertschätzung hervorhob.