Heide

„Sylter Rad“ bald in Büsum?

Schon von weitem ist es erkennbar: das Riesenrad auf dem Heider Marktplatz.  Eine Rückkehr nach List auf Sylt, wo das Riesenrad in den vergangenen Sommern aufgebaut war, wird es nicht mehr geben.  Die Chance für Büsum? Dort könnte das Rad ab 2021 seine Runden drehen.

Das „Sylter Rad“, das immer von Gründonnerstag bis Ende Oktober an der Nordspitze der nordfriesischen Insel stand, wird dort im kommenden Jahr nicht mehr zu sehen sein. Gemeinde und Betreiber Rico Rasch wurden sich nicht einig.  „Das Riesenrad habe ich extra für diesen Standort bauen lassen“, erklärt Rasch. Es sei für die Windlastzone Vier zugelassen und dürfe deshalb an der Küste stehen – was für kein anderes Riesenrad in Deutschland gelte, so der Schausteller. Dort, in 35 Meter Höhe über dem Urlaubsort List, konnten die Besucher schauen, „soweit das Auge reicht“.

In Heide steht das Riesenrad seit 2017 für die Winterwelt auf dem Marktplatz. Seit diesem Jahr ist es zusätzlich bereits beim Herbstjahrmarkt dabei und wird dann bis zur Winterwelt stehen gelassen. „Das ist für uns bequemer, wir brauchen es nur einmal aufzubauen“, so Rasch. Laut dem Schausteller soll dies in den kommenden Jahren auch so beibehalten werden.

Doch wo soll das ehemalige „Sylter Rad“ während der Sommerzeit hin? „Es bei uns auf den Hof zu stellen, wäre zu teuer“, sagt Rasch. Eine Million Euro habe er für das Bauen der Attraktion investiert. Ab 2021 gibt es möglicherweise eine Lösung: Büsums Bürgermeister Hans-Jürgen Lütje (FWB) habe in Gesprächen signalisiert, dass das Rad nach der Fertigstellung auf dem Ankerplatz direkt am Hafen stehen könne. Derzeit wird dort noch gebaut. Eine endgültige Zusage fehlt ebenfalls noch. Der Bürgermeister steht zudem im Mai nächsten Jahres zur Wahl und ein Vertragsabschluss müsste grünes Licht durch die Kommunalpolitik bekommen. Wenn jedoch alles glatt läuft, geht Rico Rasch davon aus, dass sich das Riesenrad ab 2021 am Büsumer Hafen drehen wird.

Bleibt noch die Frage, wo das Riesenrad im kommenden Sommer stehen soll. „Wir suchen noch nach einer Stellfläche für 2020“, so Rasch. Diese solle möglichst wieder an der Küste sein, möglicherweise auch an der Ostküste. Von Gründonnerstag bis Ende Oktober soll das Rad dann dort stehen. Dann aber unter einem anderen Namen – Sylt passt nicht mehr.