Brunsbüttel aktualisiert

Tierquälerei am Supermarkt: Zigarette auf Hund ausgedrückt

Neugierig, doch etwas vorsichtig geht Bonny auf Personen zu. Der West Highland Terrier freut sich über den Kontakt mit Menschen, doch der Rüde musste am Wochenende nun eine schmerzhafte Erfahrung machen.

Eine Brunsbüttelerin ging vergangenen Sonnabend mit Bonny im Lebensmittelmarkt  Frauen im E-Center einkaufen. Wie immer leinte sie ihn am Hintereingang unter dem Blechdach an. „Dort stört er keinen und ist für niemandem im Weg“, so die Hundebesitzerin. Nach rund 20 Minuten kam sie wieder und bemerkte sofort, dass etwas mit Bonny nicht stimmt. „Er sah mich ganz verstört an und zögerte, als ich ihn berühren wollte“, sagte sie.

Sie betrachtete den Hund genauer und konnte dann schnell erkennen was passiert war: Ein Unbekannter hatte augenscheinlich seine Zigarette auf dem Tier ausgedrückt. Auf dem Rücken des Hundes – kurz vor der Schwanzwurzel – war das Fell des Tieres angesengt: „Es roch nach verbranntem Haar.“ Der Hund hatte eine kleine aber deutliche Brandwunde auf seiner Haut. Beobachtet habe den Vorfall anscheinend niemand: „Ich habe jeden gefragt, der in der Nähe stand, doch offenbar hat keiner etwas gesehen.“

Mittlerweile geht es Bonny schon besser. Die Stelle verheilt langsam und das Fell, das seine Besitzerin abrasieren musste, wächst nach. Er freut sich, wenn man ihn streichelt und seine Kontaktfreude hat sich gegenüber Menschen wieder normalisiert. Dennoch will die Brunsbüttelerin ihren Hund in Zukunft nicht mehr mit zum Einkaufen nehmen. Ihr sei es aber wichtig, dass die Leute informiert sind und ihre Augen aufhalten. „Es ist schlimm, dass so etwas am hellen Tag geschehen kann, ich möchte nicht dass so etwas eventuell nochmal passiert“, sagte sie.