Büsum

Unfall auf Fischkutter vor Büsum

Auf dem Fischkutter „Westbank“ ist es am Morgen etwa 15 Seemeilen (28 Kilometer) westlich von Büsum zu einem schweren Unfall gekommen. Ein Besatzungsmitglied erlitt möglicherweise durch ausgetretenes Kühlmittel im Fischraum eine schwere Vergiftung. Mit Hilfe der Seenotretter wurde der Mann abgeborgen und per Hubschrauber ins Krankenhaus transportiert.

Alarmiert wurde die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) durch zwei weitere Fischkutter, die sich zu diesem Zeitpunkt in unmittelbarer Nähe befanden. Sie waren von dem Fischer um Unterstützung gebeten worden, der selbst versuchte, seinem bewusstlosen Kollegen zu Hilfe zu kommen. Den Rettungsversuch musste er aufgrund der Kontaminierung des Fischraums allerdings abbrechen.

Die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmierte den Seenotrettungskreuzer aus Büsum sowie einen Hubschrauber, der einen Notarzt und einen Notfallsanitäter auf dem Fischkutter absetzte. Zehn Minuten später traf der Seenotrettungskreuzer vor Ort ein. Weil der Kapitän allein das Fanggeschirr nicht einholen konnte, war es für den Rettungskreuzer nicht möglich,  längsseits festzumachen. Mit dem Beiboot setzten zwei Seenotretter auf den Kutter über. Ein der beiden stieg mit Atemschutz in den Fischraum ein und fand  den Verletzten bewusstlos. Er hievte den Mann an Bord, wo Mediziner die Versorgung übernahmen. Letztlich wurde der Verletzte auf einer Trage mit einer Winde in den Hubschrauber hochgezogen und ins Krankenhaus geflogen.