Heide

Vermüllter Dachboden eines Mehrfamilienhauses brannte

Starke Rauchentwicklung auf einem Dachboden eines mehrgeschossigen Mietblocks an der Alfred-Dührssen-Straße hat am Mittwochmorgen 50 Kräfte der Feuerwehren Heide und Süderholm, zwei Streifenwagenbesatzungen der Polizei sowie den Rettungsdienst auf den Plan gerufen.

Die Situation verlief glimpflich: Personen kamen ersten Angaben zufolge nicht zu Schaden. Die Hausbewohner hatten sich zuvor selbst in Sicherheit bringen können. Was jedoch blieb, war ein großer Wasserschaden und für die Eigentümerin Riesenärger mit ihrem langjährigen Mieter – einem stadtbekannten Messie. 

Nicht das erste Mal mussten Einsatzkräfte in den dicht besiedelten Stadtteil in der Nähe des Westküstenklinikums ausrücken. „Wir sind um 6.52 Uhr von der Leitstelle Elmshorn verständigt worden“, teilte Einsatzleiter André Eichert mit. Der Wehrführer war bald darauf mit einem halben Dutzend Fahrzeugen am Ort des Geschehens. Kurz darauf wurde die Ortswehr Süderholm nachalarmiert. Die gemeldete Rauchentwicklung im oberen Geschoss des von mehreren Mietparteien bewohnten Gebäudes entpuppte sich offenbar als ein Feuer auf dem Dachboden. 

Gleich nach Eintreffen der Einsatzkräfte wurde die Drehleiter mit Korb in Stellung gebracht. Als die Retter das Dach aufstemmten, kam zum großen Erstaunen ein riesiger Müllberg zum Vorschein. Wie verlautete, war tags zuvor bereits ein großer Container mit Abfall, der aus dem Hausflur stammte, zum Abtransport beladen worden. Weiterer Unrat habe sich in der Wohnung des jungen alleinstehenden Mannes befunden, der dem Vernehmen nach bereits seit zehn Jahren in dem Haus leben soll. Um ihn und die übrigen obdachlos gewordenen Personen, unter ihnen auch ein ein kleines Kind, kümmerte sich das Ordnungsamt, das die Unterbringung über den zuständigen Kommunal Diakonischen Wohnungsverband (KDWV) veranlasste.

Das DRK unterstützte bei diesem Einsatz ebenfalls. Es war angefordert worden, um die 60 Einsatzkräfte unter anderem mit Getränken zu versorgen.

Wie die Polizei mitteilte, habe der 47-jährige Mieter zuerst versucht, mit Bordmitteln die Flammen in den Griff zu bekommen, scheiterte jedoch und alarmierte die Feuerwehr. Das direkt betroffene Gebäude dürfte nach derzeitigen Erkenntnissen nicht mehr bewohnbar sein. Möglicherweise können die Bewohner der angrenzenden Häuser nach Einsatzende wieder in ihre Behausungen zurückkehren.

Die Besichtigung des Brandortes durch die Heider Kripo und durch einen Statiker soll voraussichtlich zeitnah erfolgen, die genaue Brandursache und die Schadenshöhe seien zum jetzigen Zeitpunkt noch unklar, so die Polizei.