Heide

Zoll kontrolliert vor Techno-Konzert und wird fündig

Techno hat augenscheinlich nicht nur etwas mit Musik zu tun. Der Zoll kontrollierte vor dem Harder Force Open Air am Westcoast zahlreiche, junge Besucher – und stieß auf Rambo-Messer, Schlagstock, Einhandmesser sowie Drogen.

Die dumpfen Bässe waren selbst über eine große Entfernung zu hören. Und nicht wenige Bürger dürften angesichts des Harder Force Open Air lautstärkemäßig einiges auf die Ohren bekommen haben. Hunderte junger Menschen ging es ebenso. Sie besuchten am vergangenen Wochenende das Freiluftkonzert am Westcoast, wo zahlreiche DJs die Fans elektronischer Techno-Musik beschallten. 

Zum Einsatz kamen allerdings nicht nur Unterhaltungskünstler, sondern auch der Zoll. Dessen Beamte hatten vor dem Veranstaltungsort eine Kontrollstelle im Bereich der Schanzenstraße eingerichtet. Die mit umfangreichen Befugnissen ausgestatteten Kräfte achteten auf Verstöße gegen das Betäubungsmittel- und das Waffengesetz und nahmen über Stunden dabei zahlreiche Autos in Augenschein. Im Rahmen der stichprobenartigen Überprüfungen wurden sogar Gepäcktaschen an Fahrrädern durchsucht. 

Fündig wurden sie bei mehreren Personen, die sich nun unter anderem wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und des Betäubungsmittelgesetzes verantworten müssen. So zogen die Beamten ein 20 Zentimeter langes Rambo-Messer, ein Schlagstock mit gefährlicher Spitze, ein Teleskopschlagstock und ein Einhandmesser ein. Weiterhin seien, so teilte die zuständige Pressestelle des Hauptzollamtes Itzehoe mit, verschiedene Mengen an Amphetamine, Ecstasy und Marihuana sichergestellt worden. Außerdem übergaben die Zöllner der Polizei einen Mann, der sich illegal im Bundesgebiet aufhält. Gegen ihn wird nun ein Verfahren nach dem Ausländergesetz eingeleitet.