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Prinz William in Christchurch - Treffen mit Terror-Opfern

Christchurch (dpa) - Knapp sechs Wochen nach dem Terrorangriff auf zwei Moscheen in Neuseeland mit 50 Todesopfern hat Prinz William ein muslimisches Mädchen besucht, das bei dem Anschlag verletzt worden war.

Zum Auftakt eines zweitägigen Aufenthalts in dem Pazifikstaat ließ sich der britische Thronfolger (36) am Donnerstag in ein Kinderkrankenhaus bringen.

Dort traf er die fünf Jahre alte Alen Alsati, die immer noch stationär behandelt werden muss, und ihren Vater Wasseim. Das Mädchen war nach Angaben des Kensington-Palastes erst diese Woche aus dem Koma erwacht.

Auf einem Video, das vom Palast über Twitter verbreitet wurde, ist zu sehen, wie sich William und die kleine Neuseeländerin in der Starship-Kinderklinik von Auckland unterhalten. Der Thronfolger erzählt, dass er eine Tochter etwa im gleichen Alter habe, die Charlotte heiße.

Prinzessin Charlotte Elizabeth Diana of Cambridge - so der komplette Name - wird am Donnerstag nächster Woche vier Jahre alt. In Neuseeland ist sie, ebenso wie der Rest der Familie, nicht dabei.

Anschließend flog William nach Christchurch weiter. Dort kam er mit Polizisten und mit Rettungskräften zusammen, die unmittelbar nach dem Anschlag geholfen hatten. Am Freitag will er sich in der Stadt mit weiteren Verletzten und auch mit Hinterbliebenen treffen. Auch den beiden Moscheen möchte er einen Besuch abstatten.

Bei dem Anschlag am 15. März wurden insgesamt 50 Menschen getötet und mehrere Dutzend verletzt. Als mutmaßlicher Täter sitzt ein 28 Jahre alter Rassist und Rechtsextremist aus Australien, der seit längerer Zeit in Neuseeland wohnte, in Untersuchungshaft. Ihm droht lebenslang Gefängnis.

Für Prinz William ist es bereits der dritte Besuch in Neuseeland. Seine Großmutter Queen Elizabeth II. (93) ist offizielles Staatsoberhaupt des Pazifikstaats.