— Hamburg —

93-Jährige niedergestochen: Angeklagte schweigt vorerst

von DPA Freitag, 14. September 2018 12:35 Uhr


Hamburg (dpa/lno) - Eine 39-Jährige, die eine Seniorin mit einem Messer attackiert und bestohlen haben soll, hat beim Prozessauftakt vor dem Landgericht Hamburg geschwiegen. Ihr Anwalt kündigte am Freitag jedoch eine Aussage zu einem späteren Zeitpunkt an. Die Staatsanwaltschaft wirft der Deutschen aus Norderstedt versuchten Mord und schweren Raub vor. Das Verbrechen geschah am 10. März morgens in einer Seniorenwohnanlage im Poppenbütteler Weg. Dort war die Angeklagte einst Auszubildende, hatte die Lehre aber 2016 abgebrochen.

Nach Überzeugung der Anklage klingelte die 39-Jährige an der Wohnungstür der 93-Jährigen und gab sich als Pflegerin aus. Die Seniorin öffnete und ging mit ihrem Rollator in Richtung Wohnzimmer. Laut Staatsanwaltschaft umklammerte die Angreiferin die Frau von hinten und stach zu. Ein Versteck mit 105 Euro, einer EC-Karte sowie einem Handy habe nicht gereicht. Immer wieder soll sie mehr verlangt haben. Das Opfer erlitt insgesamt 32 Stich- und Schnittverletzungen und schwebte in Lebensgefahr. Rund 400 Euro Bargeld wurden am Ende erbeutet.





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