Hamburg

Corona-Lockerungen für Altenheime verzögern sich bis Samstag

Hamburg (dpa/lno) - Die angekündigten Lockerungen der Corona-Regeln in Hamburger Seniorenpflegeheimen verzögern sich bis Samstag. Die neue Verordnung werde erst am Freitag veröffentlicht und trete am Folgetag in Kraft, teilte die Gesundheitsbehörde mit. Dies geschehe, um eine zeitliche Synchronisierung mit der Bundesregelung sicherzustellen, erklärte Behördensprecher Martin Helfrich am Donnerstag.

Die Behörde hatte zuletzt am Dienstag angekündigt, dass vollständig geimpften Bewohnern von Seniorenpflegeheimen ab Freitag erlaubt werde, sich untereinander wieder ohne Maske und Mindestabstand zu treffen. Sie bräuchten sich dann auch nicht mehr routinemäßig testen zu lassen. Das geimpfte Pflegepersonal muss nur noch einen Schnelltest pro Woche machen. Besucher müssen sich indes weiterhin testen lassen, dürfen aber wie vor der Pandemie täglich kommen.

Hintergrund ist die geringe Zahl der Corona-Infektionen nach den Impfungen in den Heimen. In ganz Hamburg seien nur noch sechs Bewohner von fünf Einrichtungen betroffen, hatte die Gesundheitsbehörde weiter mitgeteilt. Zudem seien 25 Mitarbeiter infiziert. Anfang Februar war das Virus noch bei 378 Bewohnern in 38 Pflegeheimen nachgewiesen worden.

Auf die Frage, warum die Lockerung nicht eher in Kraft tritt, wenn der Grund für die Einschränkungen bereits entfallen sei, hatte Senatssprecher Marcel Schweitzer am Dienstag gesagt: «Dass Eile geboten ist, das stimmt.» Die Pflegeheimbetreiber hätten jedoch angegeben, sie bräuchten etwas Zeit, um ihre Personalplanung umzustellen und die Familienangehörigen zu informieren.

Trotz der Verzögerung der neuen Verordnung gelte die aktuelle Version weiter, erklärte Helfrich. Auf der Internetseite der Behörde steht über der Lesefassung der Verordnung «gültig vom 17. bis 22. April 2021». Erst in Paragraf 40, dem letzten der Verordnung, wird der 2. Mai als Datum für das Außerkrafttreten angegeben.

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