Hamburg

DB-Regionalzüge sind in Hamburg am pünktlichsten

Berlin/Hamburg (dpa/lno) - Auf Regionalzüge der Deutschen Bahn müssen Fahrgäste in Hamburg am wenigsten warten. 97,7 Prozent der Züge waren im vergangenen Jahr pünktlich - das heißt nach Bahn-Definition: weniger als sechs Minuten zu spät. 2017 lag der Wert bei 97,30 Prozent. An zweiter Stelle im Bundesländervergleich lag Berlin mit 97,3 Prozent pünktlicher Züge, wie die Deutsche Bahn der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.

Bestes Flächenland war Mecklenburg-Vorpommern mit 96,6 Prozent (2017: 96,05). Vorletzter war Schleswig-Holstein mit 89,8 (93,09) - für Hamburg-Pendler sind hier die guten Werte der Hansestadt also nur die halbe Wahrheit. Auf verspätete Züge im Nahverkehr warteten Fahrgäste in Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern durchschnittlich 6,7 Minuten.

Berlin und Hamburg schneiden auch deshalb so gut ab, weil die S-Bahn mitgezählt wird. Sie gilt ab vier beziehungsweise drei Minuten Verzug als verspätet, entlastet aber durch ihre kurzen Strecken und vielen Fahrten die Statistik. Die Hamburger S-Bahn hatte das vom Hamburger Verkehrsverbund (HVV) gesetzte Ziel von 94,7 Prozent Pünktlichkeit 2018 mit 94,3 Prozent nicht ganz erreicht. Ohne S-Bahn läge die Pünktlichkeit der Regionalzüge in Hamburg nur bei 89 Prozent, wie aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf einer Anfrage der Grünen im Bundestag hervorgeht. Im bundesweiten Durchschnitt waren im vergangenen Jahr 94,1 Prozent der Regionalzüge der Deutschen Bahn pünktlich, das waren 0,4 Punkte weniger als im Vorjahr.

S-Bahnen und Regionalzüge werden im Auftrag der Länder von den Verkehrsverbünden bestellt und bezuschusst. Bei Verspätungen können die Länder ihre Zahlungen kürzen. Etwa zwei Drittel des Angebots fährt der Staatskonzern Deutsche Bahn. Nach den Zahlen, die sie über ihre Tochter DB Netz selbst erhebt, war sie in den vergangenen Jahren stets geringfügig pünktlicher als die Konkurrenz.