— Hamburg —

Ex-HSV-Trainer Titz fühlt sich wie im Standby-Modus

von DPA Donnerstag, 6. Dezember 2018 10:25 Uhr


Hamburg (dpa) - Fußball-Trainer Christian Titz kann sich nur schwer an die Situation nach seiner Beurlaubung beim Zweitligisten Hamburger SV gewöhnen. «Es war in gewisser Weise so, als ob Dir einer den Stecker rauszieht», sagte Titz dem «Hamburger Abendblatt» und der «Hamburger Morgenpost» (Donnerstag). «Man ist plötzlich im Standby-Modus, obwohl man eigentlich den Energieakku noch voll hat. Und mit dieser ganzen Energie muss man dann irgendwo hin.»

Der 46-Jährige kümmert sich nun verstärkt um seine Firma Coaching Zone und hält Vorträge. Dennoch vermisst er die Arbeit beim HSV. «Das klingt vielleicht merkwürdig. Aber mir hat der Druck am Spieltag gefallen. Man will gemeinsam mit der Mannschaft alles für den Sieg geben. Und genau dieses Gefühl fehlt mir jetzt», sagte er.

Spiele des HSV habe er seit der Trennung nicht mehr gesehen, versicherte der Coach, der die Hamburger vom 12. März bis zum 23. Oktober dieses Jahres betreut hatte. «Beim HSV steht ein neuer Trainer in der Verantwortung. Spieler und Mitarbeiter müssen sich mit den neuen Gegebenheiten zurechtfinden. Da habe ich nichts mehr zu suchen, und das muss man respektieren.»

Eine Entscheidung über seine Zukunft hat er bereits getroffen. «Ich habe mich längst entschieden: Ich will unbedingt als Trainer wieder arbeiten. Bei welchem Club oder in welcher Liga weiß ich noch nicht.»





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