Hamburg

Explosionen und große Rauchwolke bei Lagerhallenbrand

Hamburg (dpa/lno) - Mehrere Explosionen, ein Flammenmeer und immer wieder auflodernde Glutnester in einer Lagerhalle haben die Hamburger Feuerwehr mehr als 16 Stunden lang in Atem gehalten. Die Halle einer Spedition in Hamburg-Wilhelmsburg war am Samstagabend aus zunächst ungeklärter Ursache in Brand geraten. Beim Eintreffen der Feuerwehr habe sie bereits voll in Flammen gestanden, sagte ein Sprecher. Über dem Stadtteil hing eine große Rauchwolke. Die Bevölkerung wurde deshalb gebeten, Fenster und Türen geschlossen zu halten.

In dem Gebäude lagerten verschiedene Waren sowie Propangas-Flaschen, die in Folge des Feuers explodierten. Gefahrgut werde dort nicht gelagert, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Diese war mit rund 200 Einsatzkräften vor Ort. Verletzte habe es nach bisherigen Erkenntnissen nicht gegeben, hieß es.

Die Lagerhalle misst etwa 20 mal 40 Meter und ist vollständig unterkellert. Der Keller erschwerte die Löscharbeiten der freiwilligen und der Berufsfeuerwehr enorm, da es auch dort massiv brannte. «Nach über acht, neun Stunden Feuer und Löschwasser von oben und unten konnten wir die Statik des Gebäudes nicht mehr garantieren», sagte ein Sprecher dazu.

Auch ein Löschroboter habe nichts gegen das Feuer ausrichten können. Deshalb sei der brennende Keller am Sonntagmittag - mehr als zwölf Stunden nach Beginn der Brandbekämpfung - schließlich mit Löschschaum geflutet worden. Zur Schadenshöhe konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen.