— Hamburg —

G20-Sonderausschuss will Sprecher der Roten Flora befragen

von DPA Mittwoch, 20. Juni 2018 17:16 Uhr


Hamburg (dpa/lno) - Der G20-Sonderausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft will auf Antrag der CDU die Sprecher der Roten Flora anhören. «Die Köpfe der Roten Flora sollen zu ihrer Verantwortung für die Gewalteskalation beim G20-Gipfel befragt werden», teilte die CDU-Fraktion am Mittwoch mit. Ob der Sprecher des linksautonomen Zentrums, Andreas Blechschmidt, und der Anwalt Andreas Beuth tatsächlich am Donnerstag zu der Sitzung im Rathaus kommen, ist offen. Sie sind nicht verpflichtet, der Einladung des Ausschusses zu folgen, wie der CDU-Abgeordnete Dennis Gladiator sagte.

«Die Extremisten aus der Roten Flora stehen für die gewalttätigen Ausschreitungen beim G20-Gipfel in der Verantwortung», erklärte der CDU-Innenexperte. «Sie waren es, die die «Welcome to Hell»-Demo angemeldet und nach eigenen Aussagen einen der größten schwarzen Blöcke aller Zeiten in Hamburg organisiert haben.» Sollten Beuth und Blechschmidt nicht erscheinen, wäre dies ebenfalls ein klares Statement, fügte Gladiator hinzu. Die Beteuerungen der rot-grünen Koalition, es gebe gute Gespräche mit den Flora-Aktivisten, wären dann nur ein Feigenblatt für die jahrelange Verharmlosung des Linksextremismus.





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