Hamburg

Hamburger CDU-Chef räumt Fehler ein: Spitzenkandidat fehlt

Hamburg (dpa/lno) - Der Hamburger CDU-Landeschef Roland Heintze hat eingeräumt, dass die noch ausstehende Festlegung auf einen Spitzenkandidaten für die Bürgerschaftswahl 2020 der Partei schade. «Wir hängen im Prinzip an unserem letzten Wahlergebnis fest. Ich sehe dafür zwei Gründe: Erstens dringen wir mit unseren Themen noch nicht so durch, wie wir uns das vorstellen. Zweitens spielt die ungeklärte Spitzenkandidatur eine Rolle. Wenn man ein Thema transportieren will, braucht man dafür ein Gesicht, mit dem das verbunden wird», sagte er in einem Interview des «Hamburger Abendblatts» (Mittwoch).

Nach einer von der Zeitung zitierten Umfrage käme die CDU in der Rot-Grün regierten Hansestadt derzeit nur noch auf 14 Prozent und liegt damit unter dem Wahlergebnis 2015 von 15,9 Prozent, das das schlechteste der Geschichte war.

Im Frühjahr will die Partei den Spitzenkandidaten bekanntgeben. Eine eigene Kandidatur oder die von Fraktionschef André Trepoll schloss der 45-Jährige nicht aus: «Wir werden einen Vorschlag machen und damit auch diese Frage beantworten.»