Hamburg

HFC Falke startet Crowfunding-Aktion für Trainingsplatz

Hamburg (dpa/lno) - Der HFC Falke aus Hamburg sucht fünf Jahre nach seiner Gründung immer noch nach einer sportlichen Heimat in der Hansestadt. Der Club wurde 2014 bekannt, nachdem er von enttäuschten HSV-Fans gegründet worden war. Grund war die Zustimmung der HSV-Mitglieder zur Ausgliederung der Fußball-Profiabteilung in eine Kapitalgesellschaft. Seitdem schaffte es die erste Mannschaft des HFC Falke bis in die Bezirksliga.

Doch abseits der sportlichen Entwicklung stockt die Weiterentwicklung des 400 Mitglieder starken Clubs. «Natürlich hat niemand auf uns gewartet», räumte Präsidentin Tamara Dwenger am Freitag ein, die sich von der Politik in Hamburg enttäuscht zeigte und die Platzvergabe für die Trainingseinheiten kritisierte.

Mit dem CrowFANding e.V. aus Jena und der Unterstützung des Fraunhofer-Instituts startet der Club ab Samstag eine Crowfunding-Kampagne. Ziel sind neben 200 000 Euro aber auch 5000 Stimmen, «um Druck aufzubauen» in Richtung Politik, wie es in der Mitteilung des HFC Falke heißt. «Wir haben vier Jahre lang stillgehalten, aber lieb gucken hilft jetzt nicht mehr», betonte Dwenger. Nach eigenen Angaben fand das Training der beiden gemeldeten Mannschaften in Bezirks- und Kreisliga zuletzt auf vier verschiedenen Plätzen statt. Für die Heimspiele in der kommenden Saison steht dem HFC Falke die Anlage am Steinwiesenweg zur Verfügung.

«Unser Ziel ist nicht, hier größter Amateur-Fußballverein zu werden», sagte Dwenger. Man wolle aber einen weiteren Ort bieten, an dem Hamburger Integration, Solidarität und Partizipation erleben können.