Hamburg

HSV erwartet mindestens 1000 Zuschauer gegen Düsseldorf

Hamburg (dpa/lno) - Fußball-Zweitligist Hamburger SV wird den Saisonauftakt am Freitag (18.30 Uhr/Sky) gegen Bundesliga-Absteiger Fortuna Düsseldorf vor Zuschauern bestreiten - das steht fest. Wie viele Fans im Volkspark sein werden, ist dagegen noch offen. Die seit Dienstag erlaubte 20-Prozent-Quote will der Club nicht ausfüllen. «Das ist organisatorisch nicht darstellbar», sagte Finanzvorstand Frank Wettstein am Mittwoch.

So plant der Club mit mindestens 1000 Zuschauern, die schon zuvor zugelassen waren. Wettstein: «Wir hoffen, dass es mehr werden. Wir arbeiten an einem Stufenplan, um in der Strecke an die Obergrenze heranzukommen.» Allerdings stellte der Finanzvorstand auch fest: «Es ist ein Testbetrieb. Wir arbeiten unter Bewährung und neigen nicht zu Schnellschüssen.»

Zuvor muss zudem das Gesundheitsamt noch das Hygienekonzept abnehmen. «Das große Problem ist nicht im Stadioninnenraum, sondern im Zu- und Ablauf», kündigte auch Sportsenator Andy Grote (SPD) noch Planungsbedarf seitens der Stadt an.

Insgesamt hatten sich 5000 HSV-Anhänger das Vorrecht gesichert, im Höchstfall je zwei Tickets für die Spiele der Mannschaft von HSV-Coach Daniel Thioune zu bekommen. Der Club will für eine faire Verteilung unter Vip-Fans und «normalen» Anhängern sorgen. Bei einer Kapazität von 57 000 Zuschauern könnte der HSV bei Wahrung der 20-Prozent-Quote 11 400 Fans einlassen. Im Stadion sind schon alle Steh- in Sitzplätze umgewandelt worden, um den Corona-Regeln zu genügen.

Holstein Kiel nannte am Mittwoch auf Nachfrage keine konkreten Zahlen für das Heimspiel am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) gegen den SC Paderborn: «Die Planungen laufen», sagte ein Sprecher des Clubs, der am Mittwoch mit dem Dauerkartenverkauf startete. Nach dem schleswig-holsteinischen Sonderweg, der eine Auslastung von 25 Prozent erlaubt, wären maximal 3758 Fans im Holstein-Stadion möglich.

Der FC St. Pauli hat noch eine Woche länger Zeit, sich mit der Thematik zu beschäftigen. Die Kiezkicker treten am Montag (20.30 Uhr/Sky) beim VfL Bochum an. Das erste Heimspiel folgt am 27. September gegen den 1. FC Heidenheim. «Hinsichtlich der konkreten Umsetzung» sei man permanent mit den Entscheidungsträgern der Stadt im Austausch, sagte St.-Pauli-Präsident Göttlich der «Bild» (Mittwoch).