Hamburg

Knoll: «Wir waren mal elf Kämpfer auf dem Platz»

Hamburg (dpa/lno) - Mit einer schonungslosen Kritik hat Marvin Knoll vom FC St. Pauli den die sportliche Krise beim hanseatischen Fußball-Zweitligisten beschrieben. «Wie in jeder Mannschaft gibt es Gruppen, man muss nicht jeden mögen. Aber wir waren mal elf Kämpfer auf dem Platz – mittlerweile ist es ruhiger geworden. In Heidenheim waren wir kein Team», sagte der Mittelfeldspieler der «Bild»-Zeitung (Donnerstag).

Knoll stellte sich hinter Geschäftsleiter Andreas Rettig. «Nach dem 1:1 gegen Bielefeld lobte er noch, wir hätten den Charaktertest bestanden. Dann lassen wir ihn in Heidenheim aber wie einen Hampelmann dastehen», sagte Knoll. «Der Traum vom Aufstieg ist geplatzt. Verlieren nervt, es geht mir auf den Keks, dann auch noch solche Klatschen zu kassieren wie zuletzt beim 0:3 in Heidenheim.»

Knoll beklagte das große Gefälle zwischen Training und Spiel. «Wenn man uns trainieren sieht, passt das überhaupt nicht zu unserer Leistung im Spiel.» Das Team spiele Mist, die Profis seien ängstlich, räumte der der 28-Jährige ein.

«Jetzt verlieren wir schnell den Faden, verlieren klar. Da kannste dir den Trainingsweltmeister in die Haare schmieren. Ein Scheiß-Gefühl. Ich will das endlich loswerden», schimpfte der dreifache Saisontorschütze. Am Samstag (13.00 Uhr/Sky) spielt St. Pauli am heimischen Millerntor gegen Knolls Ex-Club Jahn Regensburg.