Hamburg

OVG: Fitnessstudios bleiben in Hamburg dicht

Hamburg (dpa/lno) - Die Hamburger Fitnessstudios bleiben wegen der Corona-Pandemie mindestens bis zum 31. Mai geschlossen. Das Oberverwaltungsgericht (OVG) gab am Freitag einem Einspruch der Stadt Hamburg gegen ein anders lautendes Urteil des Verwaltungsgerichts statt (Az: 5 Bs 77/20). Der Eilantrag der Betreiberin eines Fitnessstudios auf Öffnung sei damit abgewiesen, teilte das Gericht mit. Die Entscheidung ist unanfechtbar.

Zur Begründung erklärte das Gericht, dass sich der Verordnungsgeber (die Stadt) im Rahmen seines Einschätzungsspielraums bewege, wenn er davon ausgehe, dass der Betrieb von Fitnessstudios eine vergleichsweise hohe Infektionsgefahr mit dem Coronavirus in sich berge. Die dort in geschlossenen Räumlichkeiten häufig auftretende hohe Atemfrequenz der Kunden bedinge durch das intensive Ausatmen mit hoher Wahrscheinlichkeit eine erhöhte Aerosolbelastung der Raumluft.

Zum anderen bleibe der Verordnungsgeber im Rahmen seines Einschätzungsspielraums, wenn er das Infektionsrisiko auch durch Schutzvorgaben für nicht hinreichend kontrollierbar und daher momentan die Schließung der Fitnessstudios weiterhin für erforderlich halte, um das Ziel der Eindämmung des Coronavirus zu erreichen, heißt es in der Mitteilung.