Hamburg

Polizei schiebt türkischen Gefährder zum zweiten Mal ab

Hamburg (dpa/lno) - Rund vier Jahre nach der Abschiebung eines jungen Türken aus Hamburg hat die Polizei den heute 25-Jährigen ein weiteres Mal ausfliegen lassen. Der Mann gelte als sogenannter Gefährder und sei am Mittwoch vergangener Woche im Stadtteil Eimsbüttel verhaftet worden, sagte ein Sprecher der Innenbehörde am Donnerstag. Er sei am vergangenen Montag über Düsseldorf in die Türkei abgeschoben worden. Die erste Abschiebung sei im Jahr 2017 erfolgt.

Nach Informationen der «Bild»-Zeitung soll der 25-Jährige ein Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat sein. Er habe 2015 versucht, über die Türkei nach Syrien zu reisen. Nach seiner ersten Abschiebung sei er heimlich wieder nach Hamburg zurückgekehrt und habe bei seiner Mutter gewohnt.

Die AfD-Bürgerschaftsfraktion sprach von einem «Stück aus dem Tollhaus». «Ein bereits abgeschobener islamistischer Gefährder, der im Hotel Mama verhaftet wurde - so etwas ist nur im Deutschland 2021 möglich», sagte Fraktionschef Dirk Nockemann. Mit einer Kleinen Anfrage forderte die Fraktion Aufklärung vom Senat.

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