Hamburg

Portemonnaies, Schlüssel und ein Crosstrainer im Fundbüro

Hamburg (dpa/lno) - Im zentralen Fundbüro der Stadt Hamburg und der Hamburger Hochbahn sind seit Jahresbeginn zahlreiche Mützen, Schals, Geldbörsen und Schlüssel abgegeben worden. «Wir haben bislang 9000 Portemonnaies, 4100 Schlüssel und 2800 Handys entgegengenommen», sagte Fundbüroleiter Peter Jander der Deutschen Presse-Agentur. Im Moment sei zudem wieder Saison für Regenschirme. Der bislang außergewöhnlichste Fund in diesem Jahr sei ein Crosstrainer gewesen. «Der ist in einer U-Bahn gefunden worden und fuhr da einfach so mit. Das ist schon phänomenal.»

Um die bisherige Rückgabequote von etwa 25 Prozent noch erhöhen zu können, ist das Fundbüro seit März auch mit einem eigenen Account auf Twitter unterwegs. «Wir wollen ja, dass die Fundsachen wieder zu ihrem Eigentümer zurückfinden.» Seitdem würden auch mehr Privatleute und mehr jüngere Menschen zu den monatlichen Versteigerungen kommen. Das zentrale Fundbüro hat Jander zufolge 15 Mitarbeiter. Es gelte als das größte Fundbüro Deutschlands. 2018 flossen aus den Versteigerungen Erlöse in Höhe von 194 000 Euro in die Stadtkassen.

Bevor ein Rad oder andere Fundsachen versteigert werden können, müssen sie mindestens sechs Monate im Fundbüro aufbewahrt werden. Am Mittwoch sollten etwa 130 gefundene Räder sowie ein Longboard, ein Kinderwagen und ein Rollstuhl versteigert werden.