Hamburg

Prozess um Plünderungen von Geschäften bei G20

Hamburg (dpa/lno) - Die Plünderungen von Geschäften beim G20-Gipfel in Hamburg haben ein gerichtliches Nachspiel. Vor dem Amtsgericht Hamburg muss sich am kommenden Freitag ein 30-Jähriger verantworten. Dem Angeklagten wird vorgeworfen, am 7. Juli 2017 zusammen mit anderen Personen in einen Drogeriemarkt und einen Lebensmittelmarkt im Schanzenviertel eingedrungen zu sein. Er habe Getränkeflaschen, Zigaretten und weitere Dinge aus den Märkten gestohlen, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Bei den Plünderungen in den beiden Geschäften sei ein Schaden von mehr als zwei Millionen Euro entstanden.

Der 30-jährige Deutsche soll auch mehrfach Glasflaschen auf Polizisten geworfen haben, das erste Mal nach Auflösung der «Welcome to Hell»-Demonstration am 6. Juli 2017 am Fischmarkt, dann am folgenden Abend vor den Plünderungen im Schanzenviertel und erneut im selben Bereich am Tag danach. Einen Beamten habe er an der Schulter getroffen. Die Anklage lautet unter anderem auf schwerer Landfriedensbruch, tätlicher Angriff auf Vollstreckungsbeamte und versuchte gefährliche Körperverletzung.