Hamburg

Prozess um Schmuggel von drei Tonnen Kokain: Zehn Angeklagte

Hamburg (dpa) - Am Hamburger Landgericht hat am Donnerstag ein Mammutprozess um den mutmaßlichen Schmuggel von mehr als drei Tonnen Kokain begonnen. Die zehn Angeklagten werden laut Staatsanwaltschaft beschuldigt, zwischen Juni 2019 und Juli 2020 insgesamt 14 Einzellieferungen des aus Südamerika in Containern nach Hamburg verschifften Rauschgifts in Empfang genommen zu haben. Der Straßenverkaufswert der insgesamt 3,35 Tonnen Kokain wurde auf rund 300 Millionen Euro geschätzt.

Drei der Angeklagten müssen sich als mutmaßliche Drahtzieher der Schmugglerbande wegen bandenmäßigen Handeltreibens mit Betäubungsmitteln verantworten, den sieben anderen Männern wird Beihilfe vorgeworfen (Az. 626 KLs 10/21). Zum Prozessauftakt wurde lediglich die Anklage verlesen. 

Im vergangenen Dezember hatten Polizei und Zoll nach fast einem Jahr Ermittlungsarbeit 15 Tatverdächtige verhaftet. Die Beamten durchsuchten 38 Wohnungen in Hamburg, Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Bremen. Das Gericht hat 18 Verhandlungstermine bis kurz vor Weihnachten angesetzt. Den Angeklagten, die zwischen 27 und 59 Jahre alt sind, drohen mindestens fünf Jahre Gefängnis.

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