Hamburg

Raubserie im Hamburger Westen: Drei Festnahmen

Hamburg (dpa/lno) - Die Polizei hat nach eigenen Angaben eine Raubserie in Hamburg aufgeklärt. Drei Männer sollen danach mindestens fünf Mal in den Stadtteilen Eimsbüttel, Lokstedt, Sternschanze und Eidelstedt Geschäfte, Spielhallen oder Kioske überfallen haben. Zunächst seien die Beamten von einem Einzeltäter ausgegangen, der mit gleich drei Überfällen Anfang August in Verbindung gebracht worden sei, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Wie sich im Verlaufe der Ermittlung aber herausgestellt habe, sei der 18 Jahre alte mutmaßliche Räuber von zwei angeblichen Mittätern zu mehreren Überfällen gezwungen worden.

Die Taten seien stets nach demselben Schema verübt worden: Der 18-Jährige habe jeweils in den Morgenstunden die Geschäfte aufgesucht und die Mitarbeiter mit einem Brotmesser bedroht. Nur in zwei Fällen habe er Bargeld erbeutet, da er bei Gegenwehr sofort die Flucht ergriffen habe. Keiner der Überfallenen wurde den Angaben zufolge verletzt.

Nach den letzten beiden Taten am vergangenen Samstag konnten Polizisten den jungen Mann nach eigenen Angaben festnehmen. Bei der Durchsuchung seines Fahrzeugs und seiner Wohnung seien Beweismittel sichergestellt worden. Am Montagabend wurden dann auch die beiden 25- und 19 Jahre alten mutmaßlichen Mittäter verhaftet. Die Ermittlungen dauern laut Polizei an, da die Verdächtigen für weitere Taten verantwortlich sein könnten.