Hamburg

Riesen-Windpark wird von Eemshaven aus gebaut

Hamburg/Eemshaven (dpa) - Der Bau eines ungewöhnlich großen Offshore-Windparks in der Nordsee wird ab Mai vom Terminal der Hamburger Buss-Gruppe im niederländischen Eemshaven aus starten. Das Terminal an der Emsmündung diene als Basishafen für die Installation der Fundament-Strukturen des Offshore-Windparks Hornsea Two rund 89 Kilometer vor der britischen Küste, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit. Der Park mit 165 Windturbinen soll demnach eine Gesamtleistung von knapp 1,4 Gigawatt haben und rund 1,3 Millionen Haushalte mit grüner Energie versorgen können. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um den größten Offshore-Windpark weltweit. Jedes der Fundamente des Windparks wiegt bis zu 1230 Tonnen.

Das Hamburger Unternehmen hat in Eemshaven 2013 ein 25 Hektar großes Verladeterminal für Offshore-Windparks in Betrieb genommen und von dort bereits zehn Offshore-Großprojekte abgewickelt. Die Buss-Gruppe hob den direkten Zugang zur offenen See hervor. Weitere Terminals hat das Unternehmen in Stade und Sassnitz.

Eemshaven, das mit den niedersächsischen Nordseehäfen konkurriert, hat sich zu einem Schwerpunkthafen für den Bau von Offshore-Windparks entwickelt. Wie der Betreiber Groningen Seaports am Mittwoch mitteilte, handelt es sich bei dem neuen Projekt um den 17. Windpark, für den Eemshaven als Basishafen dient. «Das ist gut für die Aktivitäten des Hafens sowie für den Arbeitsmarkt und zeigt, dass Eemshaven sich zu einem der wichtigsten Offshore-Windhäfen an der Nordsee entwickelt hat», sagte Groningen Seaports-Direktor Cas König. Am Mittwoch wurde der niederländische Ministerpräsident Mark Rutte zu einem Besuch in Eemshaven erwartet.