Hamburg

Rot-Grün: Spielersperren zum Schutz von Süchtigen

Hamburg (dpa/lno) - Zum Schutz von Spielsüchtigen wollen SPD und Grüne in Hamburg Spielersperren in Spielhallen, Sportwettbüros, bei Online-Glücksspielen und an Orten mit Spielautomaten ausdehnen. Mit dem Sperrsystem sollen suchtgefährdete Zocker vom Spielen ausgeschlossen werden können, teilten beide Parteien am Sonntag mit. Gleichzeitig sollen sich Menschen, die sich ihrer Spielsucht bewusst sind, sich selbst in die Datenbanken aufnehmen lassen können. Ein entsprechender rot-grüner Antrag soll am Mittwoch in der Hamburgischen Bürgerschaft beraten werden.

In Spielbanken seien die Spielersperren bereits etabliert und hätten sich als Instrument des Spielerschutzes bewährt, heißt es in dem Antrag. Mit dem von Juli 2021 an geltenden neuen Glücksspielstaatsvertrag sei künftig auch das Einrichten von Sperrdateien möglich, sagte Claudia Loss, gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bürgerschaftsfraktion, dazu laut Mitteilung. «Mit unserem Antrag wollen wir sicherstellen, dass auch die Spielersperrsysteme frühzeitig betriebsbereit sind.

Gerade angesichts der zunehmenden Spielangebote von Online-Casinos sei ein effektiver Schutz vor einer ruinösen Spielsucht dringend nötig, sagte auch Peter Zamory, Sprecher für Drogen und Sucht der Grünen-Bürgerschaftsfraktion. «Sperrsysteme, die eine Begrenzung von Einsätzen und die Möglichkeit von Selbstsperren von Spielerinnen und Spielern etablieren und ausweiten, sind ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung.»