Hamburg

Sommer: 3700 Ferienunterkünfte in Hamburg mit Schutznummer

Hamburg (dpa/lno) - Vor Beginn der Sommerferien in Hamburg sind für kurzzeitig zu mietende, private Ferienunterkünfte rund 3700 Wohnraumschutznummern von der Behörde vergeben worden. Die Zahl teilte die Stadtentwicklungsbehörde auf Anfrage mit. Seit dem 1. April dürfen solche Übernachtungsangebote etwa bei Airbnb nur noch mit einer entsprechenden Registrierungsnummer veröffentlicht werden. Schon zu dem Stichtag hatten knapp 3500 Anbieter eine Registrierung beantragt. Ohne sie drohen Bußgelder bis zu 500 000 Euro. Die Stadt will so die Zweckentfremdung dringend benötigten Wohnraums verhindern. Die Hamburger Schulferien beginnen am 27. Juni.

Die Vermieter-Plattform Airbnb hatte damit gerechnet, dass sich die Zahl der Anbieter durch die neue Regelung zunächst reduzieren werde. «Unsere Erfahrung aus anderen Städten zeigt, dass es viele Monate dauert, bis sich der Großteil aller Gastgeber registriert hat und wieder auf der Plattform aktiv ist - denn viele starten den Prozess erst, wenn der eigene Urlaub ansteht», hatte Deutschland-Sprecherin Isabelle von Klot erläutert. Zuvor hatten laut Airbnb in der Hansestadt rund 9000 Eigentümer und Mieter ihre Wohnungen oder einzelne Zimmer über das Online-Portal vermietet.

In diesen Sommerferien verreisen die auf Airbnb aktiven Hamburger im Durchschnitt sieben Tage lang und damit zwei Tage länger als in der vergangenen Periode, wie die Plattform anhand ihrer Auswertung mitteilte. Die in Hamburg angebotenen Unterkünfte kosten demnach durchschnittlich pro Nacht 76 Euro. Sie wurden von Gästen aus 80 Ländern gebucht, die meisten kämen jedoch aus Deutschland, heißt es in einer Mitteilung. Hamburger zieht es demnach ebenfalls in deutsche Regionen, gefolgt vom europäischen Ausland und den USA.